Tagesmeldungen

Montag, 2. November 2020

Schlag gegen professionelle Geldautomatensprenger

Am frühen Samstagmorgen, 31. Oktober, konnten Ermittler des LKA Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit rheinland-pfälzischen und nordrhein-westfälischen Spezialeinheiten nach intensiv geführten Ermittlungen zwei Männer festnehmen, die zuvor versucht hatten, in Nordrhein-Westfalen einen Geldautomaten zu sprengen. Die Männer konnten nach kurzer Flucht gestoppt werden, nachdem sie gegen 5.15 Uhr an der Sprengung eines Geldautomaten einer Commerzbank-Filiale in Neheim (Hochsauerlandkreis) scheiterten.

Das LKA Rheinland-Pfalz bearbeitet in diesem Zusammenhang seit Mitte Juni ein bei der Staatsanwaltschaft Mainz geführtes Ermittlungsverfahren gegen eine niederländische Tätergruppierung, die im Verdacht steht, mehrere Sprengangriffe auf Geldautomaten in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen begangen zu haben. Gegen die Beschuldigten wurde noch am Sonntag die Untersuchungshaft angeordnet. Bei den beiden Tatverdächtigen handelt es sich um einen 30-jährigen Mann mit niederländischer Staatsangehörigkeit sowie um einen 26-jährigen Mann mit niederländisch-marokkanisch-spanischer Staatsangehörigkeit. Im Rahmen der operativen Maßnahmen konnten in Nordrhein-Westfalen und in den Niederlanden umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden, darunter Spreng- und Kommunikationsmittel.

Der Zugriff wurde durch die akribische Arbeit der Ermittler, den professionellen Einsatz der Spezialkräfte sowie der engen Zusammenarbeit mit den anderen Bundesländern und den Niederlanden ermöglicht. Trotz des Ermittlungserfolges wird das Phänomen Geldautomatensprengungen das LKA weiter beschäftigen.

Im Jahr 2020 gab es allein in Rheinland-Pfalz bislang 27 Fälle von Geldautomatensprengungen. Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2018 waren es insgesamt 26 Fälle. Bei den Tätern handelt es sich meist um niederländische Staatsangehörige. Da es sich um ein europaweites Phänomen handelt, von dem nicht nur Rheinland-Pfalz, sondern auch die nationalen und internationalen Nachbarländer betroffen sind, haben das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und die Staatsanwaltschaft Mainz seit September 2019 die zentrale Ermittlungsarbeit für das Land übernommen.

Montag, 2. November 2020

Stadt Landau informiert: Geänderte Öffnungszeiten bei der Stadtbibliothek

Aus Personalgründen muss die Stadtbibliothek Landau ihre Öffnungszeiten für diese Woche anpassen. Daraus ergeben sich folgende Änderungen der Öffnungszeiten:

Donnerstag, 5. November: 14 bis18 Uhr
Freitag, 6. November: 14 bis18 Uhr
Samstag, 7. November: geschlossen.

Montag, 2. November 2020

Stadt Landau informiert über neue Corona-Regeln

Mit dem heutigen Montag, 2. November, sind die von der Bundesregierung und den Ländern verabredeten Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Die wichtigsten Änderungen betreffen verschärfte Kontaktbeschränkungen sowie die Schließung von Gastronomiebetrieben, Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten. Die Stadt Landau informiert über die Auswirkungen auf städtische Einrichtungen:

Das Freizeitbad LA OLA bleibt im November geschlossen, ebenso das Museum für Stadtgeschichte. Grundsätzlich geöffnet hat hingegen die Stadtbibliothek, die „Lesefutter“ für den „Lockdown light“ bereithält.

Die Volkshochschule führt ihr Angebot fort, Sport- und Bewegungskurse entfallen jedoch. Bei Sprach- und ähnlichen Kursen gilt analog zum Schulunterricht eine Maskenpflicht.

Der Zoo Landau in der Pfalz wird vorerst nicht öffnen.

Zu den Kultureinrichtungen:

Das Frank-Loebsche Haus bleibt im November geschlossen. Die von der galerie Z für 17. November angekündigte Ausstellung „Christo“ wird in den Dezember verschoben, sofern es das Pandemie-Geschehen erlaubt. Der Galerieraum von Uschi Zoller und Peter Büchner bleibt geöffnet.

Die Städtische Galerie Villa Streccius öffnet im November ebenfalls nicht. Die derzeit laufende Ausstellung „Augenblicke des Flüchtigen“ mit Werken von Christine Schön und Sophie Casado wird im Dezember fortgesetzt, wenn es die Infektionslage zulässt. Die für Dezember geplante Ausstellung „Gebändigte Opulenz“ in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Villa Streccius wurde abgesagt.

Das Strieffler Haus der Künste ist ab sofort geschlossen und geht in die Winterpause. Geplant ist die Wiedereröffnung am 31. Januar mit der Ausstellung „Dieter Kissel – Ein Sammler aus Leidenschaft“.

Die geplanten Veranstaltungen des städtischen Spielplans „Monsieur Pierre geht online“ am 5. November, „Der Trafikant“ am 10. November, „Zwerg Nase“ am 20. November und „Closer to Paradise“ am 26. November können nicht stattfinden. Derzeit laufen die Verhandlungen über mögliche Verschiebungen.

Die städtischen Sporthallen sind für den Vereins- und Individualsport geschlossen. Sportplätze und das Stadion dürfen für den Individualsport unter den geltenden Regelungen genutzt werden. Für den Schulsport gelten die gesonderten Regelungen des Bildungsministeriums und die darauf aufbauenden Entscheidungen der Schulleitungen.

Der Wochenmarkt als „Supermarkt unter freiem Himmel“ findet weiter wie gewohnt statt.

Alle Informationen, die komplette Landesverordnung und die dazugehörige, detaillierte Auslegungshilfe finden sich auf der Internetseite www.corona.rlp.de zum Nachlesen.

Montag, 19. Oktober 2020

Tödlicher Verkehrsunfall Bornheim, B272 in Richtung Speyer Samstag, 17.10.2020, 15:56 Uhr

Tödliche Verletzungen erlitt eine 56-jährige Frau aus Baden-Württemberg am Samstagnachmittag bei einem Verkehrsunfall auf der B272 zwischen Landau-Dammheim und Essingen. Aufgrund des Schadensbildes und der Aussage eines Verkehrsteilnehmers ist anzunehmen, dass die 63-jährige Unfallverursacherin aus Speyer aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geriet. Dort prallten beide PKW frontal zusammen. Die Fahrerinnen konnten durch Ersthelfer aus ihren Fahrzeugen geborgen bzw. gerettet werden. An beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden (ca. 20000 Euro). Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb die 56-jährige Frau noch an der Unfallstelle. Ebenfalls verendete ein im PKW befindlicher Hund der Dame.

Die Unfallverursacherin wurde mit schweren Verletzungen in ein umliegendes Krankenhaus verbracht, wo sie am Morgen des 18.10.2020 ebenfalls starb.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Warnstufe Orange: Verstärkte Kontrollen der Quarantäne und Hygienemaßnahmen

Neuinfektionen lokal begrenzt und auf ein Infektionsgeschehen zurückzuführen

Seit Dienstag, den 13.10.2020, erreicht der Landkreis Bad Dürkheim nach dem Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz die Warnstufe „orange“ (mehr als 35 Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner). Aus diesem Grund hat sich gestern, Mittwoch (14.10.2020) die regionale Task Force beraten.

Zur regionalen Task Force zählen der Landrat, Vertreter/innen der Kreisordnungs- und Gesundheitsbehörde, sowie unter anderem von Gesundheitsministerium, Bildungsministerium, Polizei, ADD und Landkreistag. Vorsitzender ist Detlef Placzek, Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung.

Nach Einschätzung der Task Force müssen für den Landkreis Bad Dürkheim zum jetzigen Zeitpunkt keine weitreichenden Einschränkungen verfügt werden. Der hohe Anstieg an Neuinfektionen seit dem Wochenende geht auf eine Familienfeier außerhalb des Landkreises zurück. In Zusammenhang mit dieser Feier stehen momentan rund 40 Neuansteckungen der vergangenen Tage (Gäste der Feier sowie Familienangehörige, die sich im Anschluss angesteckt haben). Zu diesen Fällen zählen auch die Coronafälle an den Schulen IGS Grünstadt, Realschule plus Weisenheim am Berg und BBS Bad Dürkheim. Alle Betroffenen wohnen im nördlichen Landkreis: in der Verbandsgemeinde Leiningerland und Grünstadt.

Aufgrund dieser lokalen Begrenzung und dem Rückschluss auf ein Infektionsgeschehen, ist es nach Meinung der Task Force zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig, Maßnahmen zu verfügen, die alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises betreffen. Stattdessen sollen insbesondere die Einhaltung der Quarantäne sowie die bestehenden Hygieneregeln, zum Beispiel in der Gastronomie, verstärkt kontrolliert werden. Hierfür wurde der Ordnungsbehörde des Kreises sowie den örtlichen Ordnungsämtern Unterstützung durch die Polizei zugesichert.

„Beim aktuellen Geschehen und zum jetzigen Zeitpunkt ist dies die beste Maßnahme“, sagte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. „Wir können die Infektionen klar zurückverfolgen und durch die Quarantäne eindämmen. Wir gehen davon aus, dass wir zwar noch ein paar Tage bei einer erhöhten 7-Tages-Inzidenz bleiben, aber dann die Warnstufe orange wieder verlassen. Dann wären keine weiteren Maßnahmen notwendig.“ Allerdings wisse niemand genau, wie sich die Zahlen entwickeln: „Wir müssen das Geschehen genau beobachten und genau analysieren, woher die Ansteckungen kommen. Dann müssen wir eventuell wieder reagieren.“

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Motorradfahrer verstirbt nach Verkehrsunfall

Am Donnerstag, 01.10.20, gegen 08.14 Uhr, kam es auf der Landesstraße L525, zwischen Wachenheim und Friedelsheim zu einem tödlichen Verkehrsunfall.

Nach bisherigen Ermittlungen befuhr ein 58-jähriger Motorradfahrer die Landesstraße von Wachenheim in Richtung Friedelsheim. Bei einem Überholvorgang kollidierte er frontal mit einem entgegenkommenden Taxi. Die 59-jährige Taxifahrerin wurde verletzt und in ein Krankenhaus zur weiteren Untersuchung eingeliefert.

Ein Gutachter wurde von der Staatsanwaltschaft beauftragt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Dienstag, 1. September 2020

Höhere Sterblichkeit von Ende März bis Mitte Mai

Nach einer Auswertung vorläufiger Zahlen der amtlichen Sterbefallstatistik sind in Rheinland-Pfalz in der ersten Jahreshälfte 2020 weniger Menschen gestorben als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, starben in den ersten sechs Monaten 24.052 Menschen, darunter 11.926 Männer und 12.125 Frauen. Das waren 394 Sterbefälle weniger als 2019 (minus 1,6 Prozent). Berücksichtigt man, dass 2020 ein Schaltjahr ist, fällt die Differenz noch etwas höher aus (minus 532 Sterbefälle bzw. minus 2,2 Prozent). Hinweise auf eine leicht erhöhte Sterblichkeit, die auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sein könnte, ergeben sich für einen Zeitraum zwischen der 14. und der 19. Kalenderwoche.

Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 meldeten die Standesämter für die erste Jahreshälfte 2020 rund 1,8 Prozent weniger Gestorbene. Vor allem im ersten Quartal blieb die Zahl hinter dem langjährigen Mittel zurück (minus 4,7 Prozent). Im zweiten Quartal starben hingegen etwas mehr Menschen (plus 1,6 Prozent). Das gilt auch dann, wenn die Veränderung der Bevölkerungszahl und der Wandel der Altersstruktur der Bevölkerung im Zeitverlauf berücksichtigt werden.

Zu der eher niedrigen Sterberate in den ersten drei Monaten des Jahres dürften unter anderem der mildere Winter und die vergleichsweise kurze Influenzasaison beigetragen haben. So fiel die Zahl der Gestorbenen vor allem im Februar und im März niedriger aus als im Mittel der Jahre 2016 bis 2019 (minus 6,9 bzw. minus 5,7 Prozent). Zu der leicht erhöhten Sterblichkeit im zweiten Quartal könnte die Corona-Pandemie beigetragen haben, nachdem im April und im Mai 2020 erkennbar mehr Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer starben als im Durchschnitt der Vorjahre (plus 3,1 bzw. plus 2,3 Prozent).

Eine differenziertere Betrachtung deutet insbesondere für die Kalenderwochen 14 bis 19 (30. März bis 10. Mai) auf eine erhöhte Sterblichkeit im Vergleich der vergangenen fünf Jahre hin. Dies deckt sich annähernd mit dem Zeitraum, in dem die Gesundheitsämter die Mehrzahl der bisher bekannten COVID-19 Todesfälle meldeten. Gut drei Viertel der bisher bekannten Todesfälle, die mit einer Erkrankung an dem Virus in Zusammenhang stehen, traten in diesen sechs Kalenderwochen auf.

Auch die Altersstruktur der Gestorbenen deutet auf einen möglichen Corona-Effekt hin. So stieg die Zahl der Gestorbenen in dem betrachteten Zeitraum gegenüber dem Vorjahr ausschließlich in den Risikogruppen der 60- bis 79-Jährigen und der 80-Jährigen und Älteren (plus 3,9 bzw. plus 4,9 Prozent). Demgegenüber war die Zahl der Sterbefälle in der Altersgruppe der unter 60-Jährigen rückläufig (minus 2,4 Prozent).

Von den 24.052 Verstorbenen des ersten Halbjahres 2020 sind 11.926 Männer (minus 40 bzw. minus 0,3 Prozent gegenüber 2019) und 12.125 Frauen (minus 355 bzw. minus 2,8 Prozent). Gut 58 Prozent der Verstorbenen waren zum Todeszeitpunkt bereits 80 Jahre oder älter (minus 82 bzw. minus 0,6 Prozent), knapp 33 Prozent waren zwischen 60 und 79 Jahren alt (minus 261 bzw. minus 3,2 Prozent). In der Gruppe der unter 60-Jährigen sank die Zahl der Gestorbenen um 46 Personen (minus 2,1 Prozent).

Auffällig ist, dass die Entwicklung in der Gruppe der 80-Jährigen und Älteren zwischen den Geschlechtern unterschiedlich verläuft. Während die Zahl der Sterbefälle unter den Männern im Vergleich zum Vorjahr um 167 stieg (plus drei Prozent), sank sie unter den Frauen um 250 (minus drei Prozent). Noch stärker tritt die Divergenz im Zeitraum der Kalenderwochen 14 bis 19 zutage. In dieser Zeit stieg die Zahl der Sterbefälle unter den Männern gegenüber dem Vorjahr um 132 (plus elf Prozent), unter den Frauen hingegen nur um 18 (plus ein Prozent). Da eine COVID-19-Erkrankung nach bisherigen Erkenntnissen bei Männern häufiger einen tödlichen Verlauf nimmt als bei Frauen, könnte auch diese Entwicklung in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen.

Dienstag, 1. September 2020

Zustimmung zur Maskenpflicht steigt

Die Zustimmung in der Bevölkerung zur Maskenpflicht bleibt hoch: 94 Prozent der Bundesbürger befürworten eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum. Darunter sprechen sich 59 Prozent für eine Maskenpflicht nur in bestimmten Bereichen wie öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften oder Kinos aus. Und 35 Prozent sind sogar für eine Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum. Dagegen lehnen nur fünf Prozent eine Maskenpflicht grundsätzlich ab. Unterschiede gibt es hier zwischen Ost und West: 12 Prozent der Ostdeutschen, aber nur vier Prozent der Westdeutschen sind Maskengegner. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.002 Personen ab 14 Jahren ergeben. Im Vergleich zu einer TÜV-Umfrage im April hat die Zustimmung zur Maskenpflicht sogar zugenommen. Seinerzeit waren 88 Prozent für eine Maskenpflicht: 56 Prozent in bestimmten Bereichen und 32 Prozent im gesamten öffentlichen Raum. Immerhin elf Prozent der Befragten waren auf dem Höhepunkt der Pandemie im April noch generell gegen eine Maskenpflicht. „Während eine kleine Gruppe die Maskenpflicht in Frage stellt, befürwortet eine überwältigte Mehrheit die Schutzmaßnahme“, sagte Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands (VdTÜV). „Der Zuspruch für die Maskenpflicht ist sogar gestiegen.“ Die allermeisten hätten erkannt, dass sie sich und andere damit schützen können. Entsprechend wichtig sei es, dass Bürger und medizinisches Personal über ausreichend hochwertige Masken verfügten.

Laut den Ergebnissen der Umfrage liegt die Zustimmung zu einer Maskenpflicht am Arbeitsplatz mit 87 Prozent etwas niedriger. Nur 24 Prozent der Befragten sind für eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz. 63 Prozent befürworten eine Maskenpflicht für bestimmte Bereiche wie Flure, Besprechungs-, Verkaufs- oder mehrfachbelegte Büroräume, in denen sich Personen nahekommen können. Dagegen lehnen zwölf Prozent der Befragten eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz grundsätzlich ab. „Bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten im Freien oder in großen Produktionshallen, in denen ausreichend Abstand gehalten werden kann, macht eine Maskenpflicht wenig Sinn“, sagte Bühler. Für Großraumbüros, Meeting-Räume oder Geschäfte hätten Arbeitgeber aber schon jetzt die Möglichkeit, eine Maskenpflicht anzuordnen. Daneben müssen sie die Vorgaben des Sars-CoV-2-Arbeitsschutzstandards einhalten.

Der TÜV-Verband weist darauf hin, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit immer noch viele minderwertige Schutzmasken im Umlauf sind. Das betreffe sowohl den medizinischen Mund-Nasen-Schutz als auch spezielle Filtermasken der Schutzstufen FFP1 bis FFP3. Das europäische Schnellwarnsystem für Produkte Rapex hat seit April rund 110 Meldungen über fehlerhafte Schutzmasken in der EU veröffentlicht. Die beanstandeten Masken stammen fast ausschließlich aus China. „Das Warnsystem deckt nur einen Bruchteil der tatsächlich im Umlauf befindlichen schadhaften Ware ab, zeigt aber eine Tendenz“, sagte Bühler. In einer Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion gab die Bundesregierung an, dass etwa 40 Prozent der von ihr bestellten und in ihrem Auftrag untersuchten Schutzmasken mangelhaft sind. Die Prüfer beanstandeten zum Beispiel die verwendeten Materialen, die Durchlässigkeit bzw. Filterfunktion, den Atemwiderstand  oder die Passform. Wie viele der geprüften Masken trotz der Mängel in Umlauf gekommen sind, ist unklar. Der TÜV-Verband rät Verbraucher, beim Kauf von Schutzmasken auf seriöse Quellen sowohl im stationären Einzelhandel als auch online zu achten. Zudem kann eine einfache Sicht- und Geruchsprüfung dabei helfen, sich einen Eindruck von der Qualität zu verschaffen. Bühler: „Liegen Masken schlecht an, riechen sie muffig oder nach Chemikalien, sollten sie nicht verwendet werden.“

Mittwoch, 26. August 2020

Luisenpark und Herzogenriedpark wegen Sturm geschlossen

Aufgrund der von den Wetterdiensten für den weiteren Verlauf des heutigen Tag inzwischen stabil angekündigten sehr starken Sturmböen, die Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/Stunde erreichen können, und der damit verbundenen Gefahr von abreißenden Ästen, müssen Luisenpark und Herzogenriedpark heute für Besucher geschlossen bleiben.

Dienstag, 25. August 2020

Bundesweiter Warntag am 10. September

Am 10. September 2020 findet erstmals ein bundesweiter Warntag statt. Dabei werden in ganz Deutschland sämtliche Warnmittel erprobt. Um 11 Uhr werden zeitgleich in den verschiedenen Kommunen die örtlichen Warnkonzepte getestet, dazu zählen beispielsweise Sirenen. Der Warntag soll die Bevölkerung daran erinnern, wie wichtig es ist, sich mit Warnung auszukennen. Mit der Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird bundesweit eine Probewarnmeldung versendet. Außerdem gibt es Lautsprecherdurchsagen aus Warnfahrzeugen.

Auf Grundlage eines Beschlusses der Innenministerkonferenz wird der bundesweite Warntag ab dem Jahr 2020 jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Er soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit deren Selbstschutzfertigkeiten zu stärken. Die Wichtigkeit und Aktualität des Themas Warnung zeigt sich auch durch die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in diesem Jahr.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite zum bundesweiten Warntag: https://warnung-der-bevoelkerung.de/.