Kurzgeschichte

Der Rollkoffer

Der Wecker klingelte gewöhnlich um sieben Uhr. Doch dann war sie immer schon wach. Seit drei Wochen ratterte jeden Morgen um halb sieben ein Rollkoffer über das Altstadtpflaster an ihrem Schlafzimmerfenster vorbei.

Ein beeindruckendes Paar

Im vergangenen Urlaub machten wir die Bekanntschaft eines Pärchens, das im gleichen Hotel untergebracht war wie wir. Sie machten einen offenen, freundlichen und unkomplizierten Eindruck. Im Restaurant kamen

Mittwoch

Mittwoch. Es war ganz sicher an einem Mittwoch, als Konrad in diesem Tal war. Einmal pro Woche fuhr er die nördliche Route, um seine Kunden zu besuchen. An jenem Tag hatte er mit einem Neukunden einen Termin vereinbart, der etwas abseits der üblichen Strecke lag.

Ein Saal voller Menschen

Der Saal voller Menschen war bereit. Aufgeregtes, wenngleich vornehmes Raunen, Schwatzen und Tuscheln füllten die geladene Atmosphäre. Warten war nicht ihre Sache. Sie waren gekommen, um ihn zu sehen. Den Mann, der die Medizin revolutionierte.

Drei Wünsche

Markus lebte alleine in einer großzügig geschnittenen Wohnung, hatte einen großen Freundeskreis - oder vielleicht besser gesagt Bekanntenkreis, wenn er ehrlich zu sich selbst war - und einen guten und interessanten Job, den er tatsächlich mochte.

Der Onkel Emil Laden

Irgendwo in einem kleinen Weinort fand Emil ein leerstehendes Anwesen mit Hof und Scheune. Die Scheune war in keinem schlechten Zustand, der Hof hatte Flair, das Haus war nicht groß, aber wunderschön. Die Treppenstufen knarzten und die Wände atmeten Geschichte.

Gluthitze

Die Hitze lag flirrend über der Stadt. Nichts bewegte sich, nichts regte sich, nichts schien sich der glutheißen Mittagszeit offenbaren zu wollen. Mensch und Tier hatten sich in den Schutz ihrer Behausungen zurückgezogen und verschliefen den Tag. Kein Laut wagte es, den Sommertag zu belasten.

Raum und Zeit

Der blutrote Morgen streckte sich über das Land und dehnte die Zeit in Orange, Gold und tiefem Blau. Raum und Zeit glühten im Einklang, verweilten im Augenblick und konnten sich am eigenen Spektakel nicht sattsehen.

Eiskalt

Langsam zog die Kälte an ihren Beinen hoch. Es war Februar. Ein ungemütlicher Abend. Sie versuchte, den Mantel fester um ihren Körper zu hüllen. Doch der dünne Stoff schützte sie nicht vor ihren Gedanken, die sie frösteln ließen. Es war kein Abend wie jeder andere. Ganz gewiss nicht.