Landkreis Bad Dürkheim

Donnerstag, 6. August 2020

Zentrum für Reiserückkehrer Neustadt: Testzeiten werden ausgeweitet

Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Testzeiten beim „Zentrum für Reiserückkehrer“ in der Speyerdorfer Straße in Neustadt ausgeweitet. Das Zentrum ist seit Montag geöffnet, an diesem Tag wurden 47 Menschen auf das neuartige Coronavirus getestet. Für den gestrigen Mittwoch hatteb sich 50 Menschen angemeldet. Darum haben Landkreis Bad Dürkheim und Stadt Neustadt beschlossen, die Testzeiten zu erweitern. Seit gestern, 5. August, finden die Tests nach vorheriger Terminvereinbarung Montag und Mittwoch von 14 bis 18 Uhr und Freitag von 14 bis 16 Uhr statt.

Das „Zentrum für Reiserückkehrer“ testet Menschen ohne Krankheitssymptome, die im Landkreis Bad Dürkheim oder der Stadt Neustadt leben und aus einem Risikogebiet zurückkehren. Hierfür ist zwingend ein Termin zu vereinbaren, am besten per E-Mail an reiserueckkehrer@kreis-bad-duerkheim.de mit folgenden Angaben: Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer und Land, aus dem man nach Deutschland zurückgekehrt ist. Alternativ kann auch die Hotline 06322/961-7401 (Montag bis Freitag von 8 bis 11 Uhr) angerufen werden.

Die Tests sind kostenlos und momentan freiwillig. Nach Plänen der Bundesregierung sollen die Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend werden. Schon jetzt sind Personen, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen, verpflichtet, sich beim Gesundheitsamt zu melden und 14 Tage häusliche Quarantäne einzuhalten, wenn kein Test gemacht wird.

Das Land Rheinland-Pfalz richtet vier Testzentren für Reiserückkehrer in Landau, Bitburg, Trier und am Flughafen-Hahn ein. Dennoch haben Landkreis und Stadt vereinbart, das „Zentrum für Reiserückkehrer“ zunächst weiter zu betreiben: „Wir sehen, dass der Bedarf da ist, darum weiten wir sogar die Testzeiten aus. Aktuell glaube ich nicht, dass die nötigen Tests von den vier geplanten Landeszentren abgefangen werden können. Vor allem müssen wir die Hausärzte entlasten und dafür Sorge tragen, dass das Risiko der Rückkehrer aus besonders gefährdeten Ländern nicht in ihre Praxen getragen wird“, sagt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. „Wenn wir merken, dass der Bedarf nach einer eigenen Testmöglichkeit in Neustadt verschwindet, können wir das Zentrum auch schnell wieder schließen.“

Aktuell testet das Zentrum für Reiserückkehrer in Neustadt nur Personen, die aus einem Risikogebiet kommen und keine Krankheitssymptome haben. „Wir können uns vorstellen, auch die Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten zu testen, aber hierfür reicht aktuell die Kapazität nicht. Daher möchten wir im ersten Schritt vor allem dieses hohe Risiko aus den Arztpraxen halten.“

Zusammengefasst: Wer kann sich wo testen lassen?

Rückkehr aus Risikogebiet

Ohne Symptome:
Beim Zentrum für Reiserückkehrer in Neustadt
ODER
Direkt bei der Einreise z.B. am Flughafen
ODER
Bei einem der vier überörtlichen Zentren des Landes und der Kassenärztlichen Vereinigung
ODER
Beim Hausarzt

Mit Symptomen:
Beim Hausarzt
ODER
Beim Testcenter am Kreiskrankenhaus Grünstadt (nur mit Überweisung des Hausarztes und Termin!)

Wer aus einem Risikogebiet kommt, ist schon jetzt verpflichtet, sich unabhängig von einem Test beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden!

Rückkehr aus Nicht-Risikogebiet

Ohne Symptome:
Direkt bei der Einreise z.B. am Flughafen
ODER
Bei einem der vier überörtlichen Zentren des Landes und der Kassenärztlichen Vereinigung
ODER
Beim Hausarzt

Mit Symptomen:
Beim Hausarzt
ODER
Beim Testcenter am Kreiskrankenhaus Grünstadt (nur mit Überweisung des Hausarztes und Termin!)

Wer nicht aus dem Ausland wiederkehrt und Krankheitssymptome (z.B. Husten, Halsschmerzen, Fieber, Durchfall) hat, sollte weiterhin telefonisch seinen Hausarzt kontaktieren und sich dort testen lassen oder mit einer Überweisung am Testcenter des Kreiskrankenhauses Grünstadt.

Generell gilt: Wer Symptome hat, sollte seinen Hausarzt telefonisch kontaktieren und nicht einfach in die Praxis kommen!

Montag, 3. August 2020

Neun aktive Corona-Fälle in Neustadt

Seit Ausbruch des Coronavirus sind nach aktuellem Stand (03. August 2020, 12 Uhr) im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Bad Dürkheim 454 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden; 331 im Landkreis Bad Dürkheim und 123 in der Stadt Neustadt. Am Wochenende sind zwei Infektionen in Neustadt und eine im Landkreis hinzugekommen.

Im Landkreis sind momentan zwei aktive Infektion mit dem Coronavirus bekannt. 317 Personen sind im Kreisgebiet wieder genesen. In Neustadt sind 112 Personen wieder gesund, es sind neun aktive Infektionen bekannt.

Bislang sind leider zwölf Personen aus dem Landkreis in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, und zwei Personen aus Neustadt.

Neue Fälle in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner:

Kreis Bad Dürkheim: 2

Neustadt: 6

Freitag, 31. Juli 2020

Zentrum für Reiserückkehrer in Neustadt

Da in den nächsten Wochen mit vermehrten Rückkehrern aus dem Urlaub zu rechnen ist, wird ab Montag, 3. August, das ehemalige Corona-Testcenter in Neustadt (Speyerdorfer Straße) zum „Zentrum für Reiserückkehrer“. Stadt und Landkreis haben sich auf diese Lösung verständigt.

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkommt, ist schon jetzt verpflichtet, sich beim Gesundheitsamt zu melden und zwei Wochen in Quarantäne gehen. Auf freiwilliger Basis kann man sich gegen Corona testen lassen. Die Bundesregierung überlegt aktuell, diese Tests für alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend und für Rückkehrer aus anderen Urlaubsregionen freiwillig flächendeckend anzubieten. „Ob nun diese Regelung des Bundes kommt oder nicht: So oder so werden wir in den nächsten Wochen vermehrt Rückkehrer in den Landkreis Bad Dürkheim haben und es wird ein höheres Testaufkommen geben“, sagt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. „Hierauf möchten wir vorbereitet sein und darum wird das Testcenter in Neustadt ab Montag als ‚Zentrum für Reiserückkehrer‘ wieder geöffnet.“

Neustadt und der Landkreis Bad Dürkheim hatten zu Beginn der Pandemie in kurzer Zeit ein Testzentrum in Neustadt aufgebaut, ein zweites folgte in Grünstadt. Seit einigen Wochen sind beide Testzentren wieder geschlossen, da das Aufkommen an Tests deutlich zurückgegangen ist. Wer momentan Symptome hat, kann sich bei seinem Hausarzt oder mit Überweisung des Hausarztes und Anmeldung am Kreiskrankenhaus Grünstadt testen lassen.

Dies wird auch weiterhin für Patienten mit Symptomen so gehandhabt: Wer Husten, Halsschmerzen oder Fieber hat, meldet sich bei seinem Hausarzt, dieser testet entweder selbst oder überweist an das Kreiskrankenhaus Grünstadt. Die Krankenhäuser in Bad Dürkheim und Neustadt sind nur Anlaufpunkt für Patienten, die dort behandelt werden müssen. Das Gebäude in der Speyerdorfer Straße wird nur zur Anlaufstelle für Reiserückkehrer.

Diese melden sich nach ihrer Rückkehr telefonisch beim Gesundheitsamt Neustadt unter der Hotline 06322/961-7401 (Montag bis Freitag von 8 bis 11 Uhr) und erhalten einen Termin im „Zentrum für Reiserückkehrer“. Ohne Termin kann nicht getestet werden. Die Testzeiten sind Montag, Mittwoch, Freitag, jeweils von 14 bis 16 Uhr.

„Bei Bedarf können diese Zeiten auch ausgeweitet oder verkürzt werden“, erklärt Ihlenfeld. „Und wenn die Reisewelle in zwei bis drei Wochen wieder vorbei ist, können wir das Zentrum auch schnell wieder schließen. Wir möchten eine schnelle und komfortable Lösung für die Reiserückkehrer bieten und sicherstellen, dass Infektionen weiterhin schnell entdeckt werden und die Ausbreitung eingedämmt werden kann.“

Montag, 11. Mai 2020

aktueller Stand der Verbreitung des Coronavirus im Landkreis Bad Dürkheim

Seit Ausbruch des Coronavirus sind nach aktuellem Stand (11. Mai 2020, 10 Uhr) im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Bad Dürkheim 422 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden; 318 im Landkreis Bad Dürkheim und 104 in der Stadt Neustadt. Erneut sind damit keine neuen Fälle zu verzeichnen.

Der Großteil der insgesamt positiv getesteten Personen ist wieder vom Coronavirus genesen: Im Gebiet des Landkreises Bad Dürkheim sind es 284 Personen, in Neustadt 101 Personen.

Bislang sind leider zwölf Personen aus dem Landkreis in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, und zwei Personen aus Neustadt.

Montag, 27. April 2020

Öffnung der Wertstoffhöfe

Ab Mittwoch, 29. April, öffnen alle Wertstoffhöfe des Landkreises wieder komplett zu den regulären Öffnungszeiten: Alle Wertstoffarten können dann wieder abgegeben werden. Da der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) in der ersten Phase mit einem großen Ansturm rechnet, wurde ein Terminvergabesystem im Halbstundentakt eingerichtet, das ab Montag, 27. April, 9 Uhr freigeschaltet wird.

„Es war richtig, die Wertstoffhöfe zu schließen, wir hatten einen großen Ansturm erlebt, die Abstandsregeln konnten nicht eingehalten werden. Zur Sicherheit von Bürgern und Mitarbeitern war es daher wichtig, zunächst nicht zu öffnen. Mit dem Ticketsystem ist es uns jetzt möglich, den Andrang zu kontrollieren. Daher freuen wir uns, dass wir die Wertstoffhöfe wieder öffnen können“, sagt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. Klaus Pabst, Werkleiter des AWB, ergänzt: „Wir hatten sehr viele Anfragen, wann es auf den Wertstoffhöfen wieder losgeht. Viele Menschen haben zuhause entrümpelt. Mit dem Ticketsystem haben wir eine gute Lösung gefunden, aber wir müssen natürlich auch hier beobachten, wie es läuft.“

Der Besuch eines Wertstoffhofes ist für Privatanlieferungen ab Mittwoch nur mit einem Ticket möglich. Dieses kann online mit Hilfe der Abfall-App des AWB oder über die Homepage des Landkreises www.kreis-bad-duerkheim.de gebucht werden. Wer die Abfall-App auf seinem Smartphone noch nicht installiert hat, findet diese in den App-Stores unter dem Suchbegriff „AWB Bad Dürkheim“.

Nach Buchung eines Termins wird innerhalb weniger Minuten eine Bestätigung per E-Mail versandt. Deshalb sollten die Kunden auch ihren Spam-Ordner kontrollieren, ob die Terminbestätigung dort gelandet ist. Das Ticket muss bei Einfahrt auf den Wertstoffhof ausgedruckt oder elektronisch vorgezeigt werden können.

Der AWB gibt den eindringlichen Rat, Termine online zu buchen, da die Telefonleitungen bereits jetzt schon völlig überlastet sind. Kunden, die keinen Internetzugang und keine E-Mail-Adresse haben, können unter der neu eingerichteten Ticket-Telefonnummer 06322/961-5599 einen Termin buchen. Über alle anderen Telefonnummern des AWB kann kein Termin gebucht werden. Da bei der telefonischen Buchung keine E-Mail zur Bestätigung versandt werden kann, muss bei der Eingangskontrolle Name und Adresse genannt werden.

Für Anlieferungen aus gewerblichen Tätigkeiten und Grünschnitt wird kein Ticket benötigt.

Um die notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus umsetzen zu können, bittet der AWB anliefernde Kunden, die derzeitigen Verhaltensregeln und die ohnehin ab Montag geltende Maskenpflicht einzuhalten.

Freitag, 3. April 2020

RKI: Kreis derer, die getestet werden können, ausgeweitet

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Bad Dürkheim informiert, dass es neue Empfehlungen vom Robert-Koch-Institut gibt, wer auf das Coronavirus getestet werden kann.

Hierzu zählen Personen…

  • die akute respiratorische Symptome haben und Kontakt zu einem bestätigten Covid19-Fall hatten
  • die klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Lungenentzündung haben, auch wenn sie keinen Kontakt zu einem Covid19 Patienten hatten
  • die akute respiratorische Symptome haben und zwar keinen Kontakt zu einem Covid19-Patienten hatten, aber dafür in der Pflege, in einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus arbeiten ODER zur Risikogruppe gehören

Auch Personen, die nicht im medizinischen Bereich tätig sind oder einer Risikogruppe angehören, aber akute respiratorische Symptome haben, können sich testen lassen, wenn ein Arzt dies empfiehlt. Damit ist der Personenkreis, der auf Covid-19 getestet werden kann, vom Robert-Koch-Institut erweitert worden.

Die Kreisverwaltung ruft alle Personen, die den Verdacht haben, mit Covid-19 infiziert zu sein, dazu auf, sich telefonisch bei ihrem Hausarzt zu melden und sich gegebenenfalls eine Überweisung für eines der Testcentren ausstellen zu lassen.

Freitag, 3. April 2020

Landkreis Bad Dürkheim: Ordnungsämter kontrollieren

Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld und die Kreisverwaltung Bad Dürkheim möchten die Bürgerinnen und Bürger noch einmal darauf hinweisen, die Regelungen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus einzuhalten. „Bleiben Sie nach Möglichkeit zuhause und halten Sie ansonsten den Sicherheitsabstand ein“, appelliert Landrat Ihlenfeld.

Die kommunalen Ordnungsämter im Landkreis werden am Wochenende wieder mit Unterstützung der Polizei vermehrt kontrollieren. Je nach Verstoß gegen die Rechtsverordnung drohen Bußgelder oder es kann sich sogar um einen Straftatbestand handeln.

Beispiele: Wer seine Kneipe, sein Restaurant oder sein Eiscafé trotz Verbot öffnet, dem droht ein Bußgeld von 5000 Euro, wer in seinem Lebensmittelgeschäft die Hygieneanforderungen nicht erfüllt, dem können 1000 Euro drohen. Wer zu dritt spazieren geht – möglich sind zwei Personen – der könnte 200 Euro pro Person berappen müssen; Ausnahme: Mitglieder eines Haushalts können auch in größeren Gruppen als zu zweit spazieren gehen. Wer sich mit elf Personen und mehr in der Öffentlichkeit aufhält, der könnte sogar 1000 Euro pro Person bezahlen müssen, wenn es sich nicht um eine geregelte Ausnahme handelt. Auch wer den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhält, kann mit einem Bußgeld rechnen: 100 Euro pro Person können hier fällig werden.

Freitag, 3. April 2020

aktueller Stand der Verbreitung des Coronavirus im Landkreis Bad Dürkheim

Seit Ausbruch des Coronavirus sind nach aktuellem Stand (02. April 2020, 12.30 Uhr) im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Bad Dürkheim 251 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden; 189 im Landkreis Bad Dürkheim und 62 in der Stadt Neustadt.

Davon sind im Gebiet des Landkreises Bad Dürkheim 62 Personen bereits genesen, in Neustadt 25 Personen.

Im Azurit Seniorenzentrum Grünstadt ist gestern Morgen ein 84-jähriger Bewohner verstorben.

Somit sind bislang im Kreisgebiet drei Personen mit Corona-Infektion verstorben, in Neustadt eine Person.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Zahl der neuankommenden Asylsuchenden im Landkreis Bad Dürkheim sinkt

Die Zahl der neuankommenden Asylsuchenden im Landkreis Bad Dürkheim war 2017 so niedrig wie zuletzt 2013. 264 Menschen hat der Kreis im vergangenen Jahr aufgenommen. Dies waren deutlich weniger als in den Jahren zuvor: 2016 kamen 864 Personen in den Kreis, 2015 waren es 1220 Menschen.

Wer in Deutschland Schutz sucht, wird nach dem so genannten Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer und weiter auf die Städte und Landkreise verteilt. Der Landkreis Bad Dürkheim nimmt 3,3 Prozent derer auf, die im Land Rheinland-Pfalz unterkommen. Der Landkreis weist diese Personen wiederum den Verbandsgemeinden und verbandsfreien Kommunen zu, die die Aufgabe der Versorgung übernommen haben. „Wir können nur immer wieder betonen, wie gut diese Zusammenarbeit läuft“, sagt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. „Selbst auf dem Höhepunkt 2015 ist es uns gelungen, für alle Menschen Wohnraum zu finden, nirgendwo musste etwa eine Turnhalle dafür gesperrt werden.“ Auch das Engagement der Ehrenamtlichen sei hervorzuheben.

Aktuell leben rund 2.000 Personen im Kreis, die einen Flüchtlingshintergrund haben. Darunter sind Menschen, deren Asylantrag noch läuft, die geduldet sind oder – und das ist der überwiegende Teil – die einen Aufenthaltstitel aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen haben. Das können Asylberechtigte, Flüchtlinge und Personen mit subsidiärem Schutz sein, aber auch zum Beispiel Personen, die über ein Landeskontingent aus dem Ausland aufgenommen wurden, ohne dass diese einen Asylantrag gestellt haben. „Im allgemeinen Sprachgebrauch wird oft nur von Flüchtlingen geredet. Diese Eigenschaft bekommen aber nur manche nach ihrem Asylantrag zugeteilt. Andere erhalten Asyl, etwa aus politischen Gründen, oder subsidiären Schutz“, erklärt Landrat Ihlenfeld. Die Gründe, weshalb jemand mit welchem Status in Deutschland bleiben darf, sind ganz unterschiedlich. Im Jahr 2017 wurden im Kreis drei Menschen als asylberechtigt anerkannt, 240 wurde die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt und 137 erhielten subsidiären Schutz. Zusammengefasst leben 1.185 Personen im Landkreis Bad Dürkheim mit einem Aufenthaltstitel aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen.

Bei anderen läuft der Asylantrag noch: Solange der Asylantrag vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge noch nicht abschließend bearbeitet wurde, erhalten diejenigen eine Aufenthaltsgestattung. Aktuell sind dies 403 Personen im Landkreis Bad Dürkheim.

Wieder andere erhalten eine Duldung: Sie müssten eigentlich ausreisen, aber die Fakten sprechen dagegen. Möglicherweise sind sie zu krank zum Reisen, ihr Pass muss erst noch beschafft werden oder in ihr Heimatland kann nicht abgeschoben werden. Momentan sind das 325 Personen im Landkreis Bad Dürkheim. 2017 wurden 20 Personen abgeschoben und 26 sind freiwillig ausgereist.

Zum Jahresende 2017 waren 96 Jugendliche im Landkreis Bad Dürkheim untergebracht, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind. Die meisten stammen aus Afghanistan, Syrien und Somalia. Teilweise sind diese inzwischen volljährig, die Unterstützung des Jugendamts wird auch nach dem 18. Geburtstag fortgeführt. Für 35 von ihnen hat der Kreis die Vormundschaft übernommen, da sie noch unter 18 Jahren alt sind. Für wenige haben auch hier lebende Verwandte die Vormundschaft. In 2017 sind lediglich sechs neue unbegleitete Minderjährige im Landkreis aufgenommen worden. Der Landkreis Bad Dürkheim ist dem Schwerpunktjugendamt Trier angeschlossen, das die Altersbestimmung übernimmt. Jugendliche werden zunächst beim Schwerpunktjugendamt untergebracht, bevor sie auf die angeschlossenen Kreise und Städte verteilt werden.

„Auch, wenn der große Zustrom an Menschen abgenommen hat, ist der Umgang mit Flüchtlingen weiterhin eine wichtige Aufgabe unserer Gesellschaft.  Es ist weiterhin unsere Maxime, Menschen, die berechtigt in Deutschland Schutz suchen, zu unterstützen und bei längerfristiger Bleibeperspektive zu integrieren“, sagt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. „Wir tun aber auch alles dafür, dass Menschen, deren Asylbegehren abgelehnt wurde oder die das Asylrecht missbrauchen, unseren Kreis und das Land wieder verlassen.“

Freitag, 28. April 2017

Schneller Draht zur Kreisverwaltung

Behördennummer 115 ab 2. Mai im Kreis Bad Dürkheim

Eine Nummer für alle Fragen: Egal ob Elterngeld, Führerschein oder Studiengebühren, für alle Themen rund um Verwaltung gibt es ab 2. Mai auch im Landkreis Bad Dürkheim die einheitliche Behördennummer 115.

Der Service wird zusätzlich angeboten: Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung sind auch weiterhin per Mail, telefonisch und persönlich erreichbar, wichtige Formulare und Infos stehen auf der Homepage des Kreises. Das besondere an der 115 ist, dass die Anrufer nicht in einer Telefonzentrale landen, sondern bei einem Servicecenter, das viele Fragen zu Verwaltungsangelegenheiten direkt beantworten kann. Egal, ob die Kreisverwaltung zuständig ist oder nicht: Hier laufen die Infos von mehreren Behörden zusammen, die Mitarbeiter im 115-Service-Center haben Infos von Kreisverwaltung, Land und Bund. Wo und wann kann ich mein neues Auto zulassen? Wie beantrage ich Wohngeld? Welche Unterlagen müssen zu meinem Bauantrag? Wie funktioniert das mit dem Unterhaltsvorschuss? Zu den häufigsten Behördenanliegen gibt es hier direkt die Antwort. Das Serviceversprechen: 75 Prozent aller Anrufe werden innerhalb von 30 Sekunden angenommen, 65 Prozent ohne eine Weitervermittlung sofort beantwortet. Und sollte das einmal nicht möglich sein, erhält der Anrufer so schnell wie möglich eine Rückmeldung, auf Wunsch auch per Fax oder Mail. So manchen Behördengang kann man sich damit sparen.

„Für die Bürgerinnen und Bürger ist dies besonders einfach. Sie müssen nicht darüber nachdenken, welche Stelle für die Frage zuständig ist, sie rufen einfach die 115 an“, erklärt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld den Vorteil. In anderen Kreisen und Städten ist die Nummer bereits etabliert. Sie ist zum Ortstarif von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar – dank Flatrates in den meisten Fällen also kostenlos. „Im besten Fall wird die 115 die erste Nummer, die einem bei Behördenfragen einfällt. Man wählt sie ganz automatisch“, sagt Ihlenfeld.

Als zusätzlichen Service gehört zum 115-Angebot ein Gebärdentelefon, damit auch Gehörlose und hörbehinderte Menschen vom 115-Service profitieren können. Über 470 Kommunen, zwölf Länder und die gesamte Bundesverwaltung haben sich dem föderalen Vorhaben bereits angeschlossen. Weit über ein Drittel der deutschen Bevölkerung kann den 115-Service damit heute schon nutzen.

„Die Nummer hilft ab sofort bei allen Fragen weiter, für die die Kreisverwaltung Bad Dürkheim, das Land oder der Bund zuständig sind. Die Kommunen bei uns im Kreis nehmen bis jetzt nicht an diesem Projekt teil. Auskünfte, die die Gemeinde- und Stadtverwaltungen betreffen, sind daher bisher leider nicht möglich“, erklärt Landrat Ihlenfeld. „Im Sinne des Bürgerservice hoffen wir, dass die Kommunen bald nachziehen.“

Weitere Infos: www.115.de

 

Wie funktioniert die 115?

Grundlage für die telefonische Auskunft zu den häufigsten Behördenfragen ist die 115-Wissensdatenbank. Alle 115-Teilnehmer stellen hier Informationen zu Verwaltungsleistungen zur Verfügung. So kann jedes 115-Servicecenter gängige Fragen auch zu jedem anderen 115-Teilnehmer in gleicher Qualität beantworten. Die Informationen der 115-Wissensdatenbank sind qualitätsgesichert und werden fortlaufend aktualisiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 115-Servicecenter können so stets kompetent und zuverlässig Antworten geben.

Welche Vorteile hat die 115?

Die 115 spart Zeit, ist unkompliziert und zuverlässig: Die aufwändige Suche nach Zuständigkeiten und einzelnen Telefonnummern entfällt. Die meisten Anfragen können sofort beantwortet werden, so dass sich der Anrufer mit demselben Anliegen nicht ein zweites Mal an die Verwaltung wenden muss. Unnötige Behördengänge können somit vermieden werden. Zudem muss sich der Anrufer um nichts mehr kümmern, wenn keine direkte telefonische Auskunft gegeben werden kann: Eine Rückmeldung ist garantiert. Der Service ist zudem kostengünstig: Die 115 ist in der Regel zum Festnetztarif erreichbar und in vielen Flatrates enthalten.

Nachteil: Das 115-Servicecenter kann nur Auskunft geben, wenn die entsprechende Behörde angeschlossen ist und die Wissensdatenbank mit Informationen füllt. Dies gilt ab sofort für alle Belange der Kreisverwaltung Bad Dürkheim – die Kommunen im Kreis nehmen bislang aber nicht teil. Somit können Fragen, die die Gemeinde- und Stadtverwaltungen betreffen, nicht beantwortet werden.