Tagesmeldungen

Donnerstag, 3. Mai 2012

„Grünes Dreieck“ in Gimmeldingen darf nicht bebaut werden

Grüne Insel außerhalb des Ortsteils oder attraktives Bauland mit Blick in die Weinberge – um diese Frage ging es unter anderem bei der letzten Sitzung des Stadtrechtsausschuss. Die Eigentümerin des „Dreiecks“ südlich der Mithrasstraße, eingerahmt von drei Wirtschaftswegen, möchte auf dem knapp 800 Quadratmeter großen Gelände in Gimmeldingen ein Haus mit Einliegerwohnung bauen und hatte die Erteilung eines Bauvorbescheides beantragt. Dies lehnte die Stadt ab, die Eigentümerin hatte daraufhin Widerspruch eingelegt. Der Stadtrechtsausschuss bestätigte nun die Verweigerung eines positiven Bescheids.

In der Begründung heißt es zum einen, dass es für das Gebiet keinen Bebauungsplan gebe, vielmehr sei es auf dem Flächnutzungsplan als bestehende Grünfläche ausgewiesen. Darüber hinaus bilde die Stützmauer in der Verlängerung des Boschwegs eine natürliche Grenze zum Außenbereich. Der Platz liege zudem mit drei bis vier Metern erheblich höher als die Nachbargrundstücke, wäre er bebaut, würden massive Einblicksmöglichkeiten in die sensiblen hinteren Grundstücksbereiche der Nachbarn entstehen, argumentierte der Vorsitzende des Stadtrechtsausschusses Andreas Bauer, der sich vor Ort ein Bild gemacht hatte. Durch einen 90-Grad-Knick in der Von-Geissel-Straße Ecke Mithrasstraße würde der Neubau auch keine optische Verlängerung der Gebäude darstellen. Die vorhandenen, das Grundstück einschließenden landwirtschaftlichen Wege seien nicht als Straßenverlängerungen zu werten.

Dem widersprachen die Eigentümer. Die exponierte Lage sei dadurch entstanden, dass die Grundstücke beim Bau der Wirtschaftswege als „Schuttplatz“ genutzt worden seien. Sollte die Stadt ihre Meinung ändern und die beiden Grundstücke als Bauland zulassen, sei man durchaus bereit, das Gelände ein Stück abzutragen und auch bei der Gestaltung des Wohngebäudes sei man flexibel, versprachen die Widerspruchsführer.

Die Eigentümerin konnte innerhalb von vier Wochen nach Zustellung des Beschlusses Klage beim Verwaltungsgericht einreichen. Sie hat dies innerhalb der zulässigen Frist getan.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Spargelschälen mit dem „Club der Köche Südpfalz .e.V.“ auf dem Landauer Wochenmarkt

Rechtzeitig zur Spargelsaison 2012 ist der Club der Köche Südpfalz e.V. wieder zu Gast auf dem Landauer Wochenmarkt. Wie in jedem Jahr stellen sich die Mitglieder, ausnahmslos Köche der Region Südpfalz, in den Dienst der guten Sache und schälen den auf dem Landauer Wochenmarkt eingekauften Spargel kostenlos. Sie freuen sich natürlich über eine freiwillige Spende, die Erlöse aus dieser Aktion fließen seit vielen Jahren  an verschiedene karitative Einrichtungen der Südpfalz.

Am kommenden Samstag, 12. Mai 2012 in der Zeit von 8.00 bis 14.00 Uhr sind wieder zahlreiche Mitstreiter auf dem Landauer Wochenmarkt an einem Stand in der Mitte des Rathausplatzes und „schälen für einen guten Zweck“.

Der Erlös der diesjährigen Aktion geht an das Kinderhospiz „Sterntaler“ in Dudenhofen.

Freitag, 27. April 2012

Umweltpreis der Stadt Neustadt 2012

Die Stadt Neustadt an der Weinstraße ruft zur Teilnahme am diesjährigen Umweltpreis auf. Auf Empfehlung des Ausschusses für Umwelt und Naturschutz soll mit ihm 2012 das ehrenamtliche Engagement gewürdigt werden.

Gefragt sind Leistungen für den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen sowie für den Naturschutz. Vorraussetzung ist, dass die entsprechenden Aktivitäten ehrenamtlich und nachweislich im Stadtgebiet Neustadt an der Weinstraße erbracht wurden beziehungsweise werden. Der Umweltpreis der Stadt Neustadt an der Weinstraße wird bereits seit 1989 verliehen. Ausgezeichnet wurden in den vergangenen Jahren Kindergärten und Schulen, Gruppen und Vereinigungen, Einrichtungen, Betriebe sowie Einzelpersonen für ihre vielfältigen Aktivitäten im Bereich Umwelt- und Naturschutz.

Die Verleihung des Umweltpreises ist mit einer Zuwendung in Höhe von 1.250 Euro verbunden. Bewerbungen für den Umweltpreis 2012 können mit einer kurzen Projektbeschreibung bis zum 30. Juni an die Stadtverwaltung Neustadt an der Weinstraße, Umweltabteilung, Hindenburgstraße 9a, 67433 Neustadt an der Weinstraße, geschickt werden. Für weitere Auskünfte stehen die Mitarbeiter der Umweltabteilung unter der Telefonnummer 06321/855-240 oder -172 zur Verfügung.

Freitag, 27. April 2012

Girls’ Day: Mädchen erhalten Einblick in die Stadtverwaltung Landau

„Unternehmen, Betriebe, Behörden und Hochschulen öffnen einmal im Jahr am Girls’ Day ihre Türen nur für Mädchen, da diese so neue Alternativen für ihre Berufswahl entdecken können.“

So steht es in der offiziellen Aktionsbroschüre zum jährlich stattfindenden Mädchen-Zukunftstag Girls’ Day. Auch dieses Jahr beteiligte sich die Stadtverwaltung Landau am Girls’ Day und öffnete die Türen für junge Mädchen. Natürlich war auch wieder eine Schülerin im Rathaus zu Gast.

Das Berufsbild, das bei der Berufsentscheidung eher selten herangezogen wird, ist das des hauptamtlichen Politikers oder der Politikerin. Deswegen begleitete die 16-jährige Sina Sczepanski den Landauer Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer und durfte ihm einen Tag lang über die Schulter schauen. Neben Sina Sczepanski besuchten noch acht Mädchen die Feuerwehr, drei waren im Stadtbauamt zu Gast und weitere drei Mädchen blickten im Freizeitbad LaOla und der Stadtholding Landau hinter die Kulissen. Oberbürgermeister Schlimmer kündigte an, dass sich die Stadtverwaltung auch im nächsten Jahr wieder am Girls’ Day beteiligen wird.

Die bundesweite Veranstaltung wird 2013 voraussichtlich am 25. April stattfinden.

Freitag, 27. April 2012

Am Kreisel Vorfahrt fürs Rad

Die Vorfahrtsregeln für Radfahrer am Kreisverkehr sind gesetzlich geregelt, sie lassen sich vereinfacht auf folgenden Nenner bringen: Ist der Kreisverkehr im Ort, kann man Fußgängern und Radfahrern auf einem Radweg Vorrang einräumen. Ist der Kreisel außerorts, dann ist es meist umgekehrt. Der ADFC Rheinland-Pfalz e.V., Mainz, hat sich jetzt anlässlich seiner Landesdelegiertenversammlung einstimmig dafür ausgesprochen, diese Regel nicht nach Schema F zu behandeln (fast immer Vorfahrt für den Kfz-Verkehr). Er schlägt vor, je nach konkreter Verkehrslage vermehrt zugunsten von Fußgängern und Radlern zu entscheiden.

Donnerstag, 24. November 2011

Bundesverdienstkreuz für Ruhango-Vorsitzende Gerlinde Rahm

„Das langjährige engagierte Wirken von Frau Gerlinde Rahm ist anerkennenswert und rechtfertigt die Auszeichnung mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.“

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Mit diesen Worten überreichte Ministerpräsident Kurt Beck am Mittwochabend das Bundesverdienst am Bande an die 72-jährige Queichheimerin Gerlinde Rahm, Vorsitzende des Landauer Vereins Freundeskreis Ruhango-Kigoma. Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer war eigens nach Mainz in die Staatskanzlei gefahren, um diesem feierleichen Akt beizuwohnen. „Ich freue mich für Sie, da ich Sie als eine unserer engagiertesten Bürgerinnen kennen und schätzen gelernt habe. Was Sie und ihr Verein in unserem afrikanischen Partnerland leisten, verdient Respekt und Hochachtung. Wie Sie wissen, habe ich mich davon bereits selbst in Ruanda überzeugen können“, gratulierte der Stadtchef einer sichtlich gerührten Gerlinde Rahm mit einem großen Blumenstrauß. Ministerpräsident Beck hatte vorher auf das langjährige ehrenamtliche Engagement Rahms um die Gemeinschaft und die Völkerverständigung mit dem rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda hingewiesen: „1992 besuchte Gerlinde Rahm erstmals das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda und ist seitdem vom Land und den dort lebenden Menschen fasziniert. Ein zweiter Besuch folgte im Jahr 1995; im selben Jahr wurde Frau Rahm zur stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins gewählt, nachdem sie bereits ab 1993 das Amt der Schriftführerin inne hatte. Im November 2001 wurde Frau Rahm schließlich zur Vorsitzenden des Freundeskreises Ruhango-Kigoma, wie sich der Verein aufgrund der Kommunalreform nunmehr nannte, gewählt“, zitierte der Ministerpräsident aus der Laudatio. Besonders engagiert habe sich die Mutter von vier Kindern von Anfang an auch für den Flohmarkt des Freundeskreises, der 1997 eingerichtet wurde. Bis heute trage sie selbst eine Vielzahl von Flohmarktartikeln zusammen und helfe eigenständig bei Haushaltsauflösungen mit, um noch brauchbare Möbel, Kleidung, und Spielwaren für den Flohmarkt zu erhalten. Als Zwischenlager diene dabei oftmals das Haus der Familie Rahm. Jeden Donnerstag stand und stehe sie zusammen mit ihrem Mann und anderen Mitgliedern des Freundeskreises bereit, um die Artikel zu verkaufen. Seit seiner Gründung seien vom Freundeskreis über 800.000 Euro für Ruanda zusammengetragen worden. Schwerpunktmäßig würden damit Projekte aus dem Bildungs- und Infrastrukturbereich sowie soziale Projekte gefördert. Aktuell zu nennen seien die Erweiterung einer Primarschule, der Bau einer Mehrzweckhalle mit Küche und Lagerraum sowie der Bau eines Begegnungszentrums.