Rheinland-Pfalz

Donnerstag, 22. Juni 2017

Rund 5,5 Milliarden Euro Umsatz mit Umweltschutz

Mit Produkten und Leistungen für den Umweltschutz erzielte die rheinland-pfälzische Umweltbranche im Jahr 2015 knapp 5,5 Milliarden Euro Umsatz. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Umweltwirtschaft umfasst Produkte und Dienstleistungen

Der erwirtschaftete Umsatz entspricht in der Größenordnung etwa dem Umsatz des viertgrößten Wirtschaftszweiges der Industrie in Rheinland-Pfalz, der Gummi- und Kunststoffindustrie. Rund 52 Prozent des Umsatzes wurde mit Produkten und Leistungen im Bereich des Klimaschutzes erzielt. Die Umsätze dieses Bereichs lagen mit fast 2,9 Milliarden Euro geringfügig unter dem Wert des Jahres 2014. Im Bereich Klimaschutz dominierten mit 84 Prozent oder 2,4 Milliarden Euro Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, wie z. B. die Herstellung von Dämmmaterialien oder die Dämmung von Gebäuden. Die Umsätze im Bereich der Nutzung von Fotovoltaik, Solarthermie und Windenergie – Herstellung, Installation, Service und Planung – waren dagegen rückläufig. Weitere 21 Prozent des Gesamtumsatzes der Umweltbranche entfielen auf Maßnahmen für die Luftreinhaltung. Dieser Bereich konnte mit über einer Milliarde Euro gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent zu legen.

Wichtige Produkte für die Luftreinhaltung sind Filter und Katalysatoren. Die Abwasserwirtschaft folgte mit zehn Prozent. Hierzu gehören z. B. der Bau von Abwässerkanälen und -behandlungsanlagen. Mit der Herstellung von Waren für den Umweltschutz oder der Erbringung von Bau- oder sonstigen Dienstleistungen waren knapp 870 Betriebe befasst. Rund 4,4 Milliarden Euro des Umsatzes der Umweltwirtschaft (80 Prozent) entfielen auf Betriebe des verarbeitenden Gewerbes. Das Baugewerbe (636 Millionen) kam auf knapp zwölf Prozent vor dem Dienstleistungssektor (442 Millionen) mit acht Prozent. Die Arbeitsleistung der in der Umweltwirtschaft tätigen Personen entsprach 2015 rund 18.800 Vollzeitäquivalenten und lag damit geringfügig unter dem Vorjahreswert.

Freitag, 14. April 2017

LKA-Mainz warnt vor neuer Betrugsmasche

 Anfang April erhielten Bürger, vornehmlich Senioren, 
Rheinland-Pfalz wie auch im ganzen Bundesgebiet gefälschte Schreiben 
des Bundeskriminalamtes (BKA) per Post zugestellt. Diese Schreiben
wurden hundertfach verschickt. Die Schreiben mit Datum 31.03.2017 und
Poststempel 05.04.2017 sind  nachweislich Fälschungen und kei
amtliche Post des BKA oder der Polizei. In den Schreiben wird auf 
angebliche Ermittlungen gegen kriminelle Banden hingewiesen, welche
Wohnungseinbrüche begehen. Die Täter warnen die angeschriebenen 
Bürger davor, dass sie möglicherweise Opfer einer Straftat werden 
könnten. Sie werden in anonymen Schreiben aufgefordert, eine 
Telefonnummer mit Vorwahl Wiesbaden anzurufen. Tatsächlich meldet
sich unter dieser Rufnummer niemand. Kurze Zeit später erfolgt
allerdings ein Rückruf. Dieser Anrufer gibt sich als Polizeibeamter 
des Bundeskriminalamtes aus und versucht die Bürger über ihre 
finanziellen Verhältnisse auszufragen. Gleichzeitig raten die
Betrüger dem Opfer, Geld und Wertsachen in Sicherheit zu bringen. Ei
BKA-Beamter würde vorbeikommen und zur Vermögenssicherung Geld und 
Wertsachen abzuholen und sobald die Gefahr vorbei sei diese wieder 
zurückzubringen.  Zugleich verpflichten die Täter die angeschriebenen
bzw. angerufenen Bürger zur Verschwiegenheit um die Ermittlungen 
nicht zu gefährden. Sie dürften keinesfalls mit anderen Personen über
diesen Kontakt mit dem BKA oder der Polizei sprechen. Die Betrüger 
gehen sehr geschickt vor. Sie wirken glaubhaft, sind sprachgewandt 
und vertrauenserweckend. Es handelt es sich allerdings um die 
Vorbereitung eines Betruges, um an Geld und/oder Wertsachen der 
betroffenen Bürger zu gelangen.

  Verhaltenshinweise des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz: 
Beachten Sie, dass das Bundeskriminalamt oder die Polizei Bürger 
niemals in dieser Form anschreiben oder anrufen würden. Das BKA oder 
die Polizei würde Sie auch nie per Anruf oder Schreiben dazu 
auffordern, Informationen über Ihr Vermögen mitzuteilen. Ebenso 
würden BKA und Polizei Sie nie telefonisch auffordern, Ihr Haus zu 
verlassen oder Wertgegenstände zu übergeben. Hat ein angeblicher 
Polizeibeamter Kontakt mit Ihnen aufgenommen, rufen Sie die 
nächstgelegen Polizeidienststelle an und erklären den Sachverhalt. 
Verwenden Sie die Telefonnummer Ihrer Polizeidienststelle aus Ihrem 
Telefonbuch oder die 110. Rufen Sie nicht die Telefonnummer, die 
Ihnen ein angeblicher Polizeibeamter genannt hat! Händigen sie kein 
Geld und keine Wertsachen aus! Sollten Sie bereits Opfer geworden und
um Geld oder Wertgegenstände gebracht worden sein, erstatten Sie 
Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.