Tour zu steinigen Zeitzeugen

Eine erholsame Rundtour mit schönen Wegen, einigen Steigungen und dem Besuch von zwei steinigen Zeitzeugen verspricht die Wanderroute Limburg, Hardenburg, Forsthaus Kehrdichannichts. Die Tour umfasst rund vier Stunden reine Wanderzeit. Einkehrmöglichkeiten bieten sowohl die Limburg als auch die Hardenburg.

Die Tour startet für alle Autofahrer, die am Ende der Tour noch das Restaurant der Limburg besuchen möchten, am großen Wanderparkplatz der Burgruine Limburg. Die Limburg liegt bei Bad Dürkheim und ist Richtung Stadtteil Seebach gut ausgeschildert. Die eigentliche Wanderung beginnt an der Bus-Wendeplatte unterhalb der Limburg. Dort weist ein Schild den Weg Richtung Hardenburg. Limburg und Hardenburg liegen beide auf rund 260 Metern über dem Meeresspiegel. Die beiden Ruinen werden durch ein Tal getrennt.

Vorbei an unzähligen Kastanien- und Eichenbäumen führt der Weg zum Schlangenweiher. Dann dem ansteigenden Pfad folgend, wobei wir auf etwa gleicher Höhe bleiben und nicht den Abstieg zum Dorf Hartenberg wählen, erreichen wir die Burg Hardenburg. Hier lockt ein bewirtschafteter Freisitz neben der Ruine zur Rast. Die imposante Ruine Hardenburg ist eine Besichtigung durchaus wert.

Am massigen Turm gabeln sich die Wege. Wir steigen links aufwärts und folgen dem gelben Kreuz (Wegweiser in Richtung Kehrdichannichts, Lambertskreuz). Die Steigung dauert etwa eine Wanderstunde an und sollte für Wanderer, die nur selten unterwegs sind, nicht zu schnell angegangen werden. Der Weg ist jedoch gut zu laufen. Nach etwa der Hälfte der Zeit knickt der Wanderpfad unvermittelt nach rechts ab und führt durch einen Birkenwald zum Forsthaus Kehrdichannichts (420 Meter). Früher war das Forsthaus bewirtschaftet, jetzt bietet es keine Einkehrmöglichkeit mehr. Der weiß-blaue Strich weist den Abstieg zum Hammelbrunnen. Dort lohnt sich wieder eine kleine Rast. Vom Hammelbrunnen führt ein gerader Weg zurück zum Ausgangspunkt des Buswendeplatzes.

Wir konnten bei gutem Wetter die letzten Sonnenstrahlen des Abends im bewirtschafteten Ruinenhof der Limburg einfangen. Das Essen ist empfehlenswert, die Pfälzer Köstlichkeiten stammen vom Wachenheimer Traditionsmetzger Hambel und die Küchenempfehlungen sind etwas Besonderes ohne abgehoben zu sein. Während der Wintermonate ist es ratsam, die Tour früh zu beginnen, um der Dunkelheit des Waldes zu entgehen, da die Wege nicht immer einfach zu identifizieren sind.


Wandern im Trend

Fast 40 Millionen Deutsche gehen gerne wandern und kurbeln dabei die Wirtschaft an: Mehr als elf Milliarden Euro geben Wanderer während der Touren pro Jahr aus.
Raus in die Natur, den Wind auf der Haut spüren, dem Körper etwas Gutes tun und die Gegend erkunden. Wandern ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und beliebt: Laut einer Studie des deutschen Wanderverbandes halten sich mehr als die Hälfte der Deutschen über 16 Jahren mit Wandern fit, Tendenz steigend.
Dabei steht das persönliche Wohlbefinden im Vordergrund: 90 Prozent fühlen sich nach dem Wandern besser, knapp 74 Prozent seelisch ausgeglichener. Während Alltag und Berufsleben immer mehr Anforderungen an den Menschen stellen, hat sich Wandern zu einem Ventil gegen den Alltagsstress entwickelt.

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