Rundtour um Ramberg

Eine ruhige Tour mit schönen Ausblicken verspricht die 13,5 Kilometer lange Rundtour um Ramberg, die in etwa 3,5 Stunden gemütlich zu erwandern ist. Das kleine Dörfchen Ramberg im Ramberger Tal liegt am Fuße der Burgruine Ramburg und ist entweder über den Fahrtweg Rhodt-Weyher-Drei Buchen oder aus Fahrtrichtung Annweiler-Dernbach zu erreichen. Im Ortskern treffen sich drei Bäche, der von Norden kommende Dernbach, der von Nordwesten zufließende Wiesenbach und der Ohlsbach, der von Südosten kommend im Ortszentrum in den Dernbach mündet. Es scheint, als ob in Ramberg die Zeit stehen geblieben sei.

Gemütlich, ländlich, idyllisch und naturnah, das sind die Attribute, die dem Betrachter beim Schlendern durch den rund 1.000 Einwohner zählenden Ort in den Sinn kommen. Abseits der Verkehrsströme galt Ramberg im 18. und 19. Jahrhundert als ärmstes Pfälzisches Dorf. Die wirtschaftliche Lage verbesserte sich grundlegend mit der Ansiedlung der Bürstenbinderei. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Bürsten hergestellt und im Hausiererhandel verkauft. Bereits 1889 lebten alle damals in Ramberg ansässigen Familien von der Bürstenbinderei. Heute hat dieses Handwerk an Bedeutung verloren und der Tourismus trat an seine Stelle. Der Bürstenbinder vor dem gleichnamigen Museum erinnert noch an die wirtschaftliche Geschichte des Dörfchens.

Die Ramburg liegt auf dem 444 Meter hohen Schlossberg rund 1,5 Kilometer nordwestlich des Dorfes. Eine deutliche Beschilderung in der Schlossbergstraße und die Ramburg selbst geben die Richtung vor. Der Weg führt mit einer angenehmen Steigung hinauf. Die Ramburgschänke liegt am Fuße der Burg und ist nach etwa 45 Minuten erreicht. Es lohnt sich, den kurzen Aufstieg zur Burg zu nehmen. Der sensationelle Blick Richtung Dernbach eröffnet bei klarem Himmel die Aussicht auf den Wasgau und die drei Burgen Trifels, Anebos und Münz. Die Ramburg wurde als Reichsburg unter den Staufern im 12. Jahrhundert gegründet. Nach einer wechselhaften Eigentümergeschichte blieb sie bis 1638 als Amtssitz bewohnt, verfiel jedoch zusehends. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde sie als Steinbruch genutzt. Heute dient die Ruine als Aussichtspunkt.

Die Burgschenke unterhalb der Ramburg lädt zur Rast ein, ist sie doch die einzige Einkehrmöglichkeit auf dem direkten Rundweg. Dem roten Punkt folgend geht es weiter in Richtung Pottaschhütte (Böchinger Hütte). Sie liegt mit einem Abstecher von rund drei Kilometer abseits der Rundstrecke. Nach rund 30 Minuten nach Verlassen der Ramburg biegt der Weg scharf links ab Richtung Schwörstein. Nun gilt die Markierung grün-blauer Strich. Der Schwörstein ist eine Felsplatte, die Jahrhunderte die Waldgrenze markierte. Waldwächter wurden hier über das Waldrecht vereidigt. Am Schwörstein ist eine Abkürzung zum Sanatorium möglich. Der weitere Weg führt an schönen Felsgruppen vorbei und ist trotz mehrfacher Richtungswechsel lückenlos markiert. Das Sanatorium liegt eindrucksvoll am Berghang. Nun greift die neue rot-weiße Markierung des Pfälzer Weinsteigs. Dieser folgend schwenkt der Weg an der Sportanlage links ab und erreicht den Galgenberg bergab. Linker Hand erscheint Ramberg, der Weg leitet jedoch bis zu den ersten Häusern Dernbachs. Das letzte Stück zurück nach Ramberg wird abseits der Straße am Bach entlang zurückgelegt.

Die Rundtour ist sehr erholsam für Genießer der Stille und der Waldgeräusche. Wir begegneten auf unserer Tour nur einem Wanderpärchen und dem Förster.

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