Regional ist gefragter als BIO

Über 70 Prozent der Verbraucher kaufen mehrmals im Monat regionale Lebensmittel. Nahezu die Hälfte tut dies sogar wöchentlich. Die Top-Five der Produkte, bei denen den Verbrauchern Regionalität besonders wichtig ist, sind Eier, Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukte. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, in der die Unternehmensberatung A. T. Kearney den Markt für regionale Lebensmittel untersucht hat. Konsumenten verbinden mit regionalen Lebensmitteln vor allem ein verbessertes Sortiment und Unterstützung für die lokale Wirtschaft. 40 Prozent sehen die Ware als gesunde Alternative, 34 Prozent verbinden damit ein Engagement für die Umwelt. Dazu zählen auch kurze Transportwege.

So erwartet etwa die Hälfte der Befragten bei regionalen Produkten, dass sie auf maximal 100 Kilometer entfernten Höfen erzeugt worden sind. Deutlich geringer fällt die Zustimmung aus, wenn die Grenze auf 200 Kilometer erweitert wird. KaumBedeutung messen die Konsumenten dagegen der Frage bei, ob die Waren biologisch angebaut wurden. Dies ist ebenso wie Nachhaltigkeit allein den Besuchern von Biosupermärkten sehr wichtig. Was am Ende tatsächlich den Ausschlag für den Kauf regionaler Lebensmittel gibt, sind vor allem zwei Kriterien: Geschmack und Qualität.

Je nach Produktkategorie besteht durchaus die Bereitschaft, für regionale Lebensmittel etwas mehr zu bezahlen. Bei Fleisch gilt dies für 39 Prozent der Befragten, bei Eiern für 36 Prozent. Jeweils etwa 30 Prozent geben dies bei Obst und Gemüse an. Toleriert werden dabei in der Regel Preisaufschläge von bis zu 15 Prozent.  Der Trend zu regionalen Lebensmitteln hat bereits zu Anpassungen bei der Beschaffung und Herstellung von Lebensmitteln geführt. Neben Wochenmärkten und dem Biofachhandel sowie Biosupermärkten bedienen auch Vollsortimenter wie Supermärkte, SB-Warenhäuser und Discounter die wachsende Nachfrage. Wichtigste Bezugsquelle für regionale Produkte sind große Supermärkte mit einem Anteil von 43 Prozent noch vor Wochenmärkten und Biobauern, die zusammen auf 42 Prozent kommen.

Allerdings: Die höchste Vertrauenswürdigkeit genießen Wochenmärkte und Biobauern. Kleine und große Supermärkte liegen nur knapp dahinter. SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte sowie Discounter dagegen erreichen zum Teil deutlich geringere Vertrauenswerte

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