Datendiebstahl unterm Weihnachtsbaum

Online-Shopping: Die Rettung für weihnachtliche Last-Minute-Shopper. Das alljährliche Dezember-Szenario: Nur noch wenige Tage bis Weihnachten und vor allem dem männlichen Geschlecht fällt ein, dass sie noch ein Geschenk brauchen und das am besten innerhalb von 24 Stunden. Über die Hälfte der deutschen Internetnutzer bekennen sich laut einer Befragung der eCircle AG über das Einkaufsverhalten zum Weihnachtsfest als Last-Minute-Shopper. 

Demnach ist jeder fünfte Mann am 23. Dezember noch auf Geschenksuche. Die Rettung für weihnachtliche Spätzünder liegt im Online-Shopping. Doch belasten die vermehrten Fälle von Datenmissbrauch und der Anstieg der Phishing-Gefahr den sorglosen Online-Einkauf fürs Weihnachtsfest. Auch bei Last-Minute-Einkäufen zur Weihnachtszeit sollten Kunden die wichtigsten Grundregeln für sicheres Einkaufen im Internet befolgen. Sonst erhält der unbedachte Weihnachtseinkauf schnell einen herben Nachgeschmack. Online-Shopper sollten beim Einkauf zu Weihnachten folgende Verbraucherschutz-Hinweise beachten: 

1. Finger weg von unsicheren Zahlungsmethoden:

Informieren Sie sich immer über die angebotenen Bezahloptionen. So ist insbesondere bei der Zahlung mittels Vorauskasse erhöhte Vorsicht geboten. Am sichersten ist es immer, mittels elektronischer Geldbörse (eWallet) zu bezahlen. Dort werden die Finanzdaten einmalig bei einem sicheren Anbieter hinterlegt. Beim Kaufvorgang im Internet kann dann die Zahlung einfach und sicher mittels Email und Passwort bestätigt werden, so dass keine vertraulichen Daten über unsichere Kanäle gesendet werden. 

2. Keine unverschlüsselte Datenweitergabe akzeptieren:

Daten können abgefangen und missbraucht werden, sofern sie unverschlüsselt übermittelt werden. Das Schlosssymbol symbolisiert, dass die Daten verschlüsselt weitergegeben werden. Grundsätzlich sollte man genau prüfen, wann man seine Adresse, Bankverbindung oder Kreditkarteninformation preisgibt. Diese Daten sollten insbesondere niemals per Email verschickt werden. 

3. Im Vorhinein Bewertungen anderer Kunden anschauen:

Um sich über die Kundenfreundlichkeit des Händlers zu informieren, muss nur der Name in eine Suchmaschine eingeben werden. Mögliche Negativbewertungen des Händlers sollten vor dem Kauf genau durchgelesen und anhand derer entschieden werden, ob man dort wirklich die Weihnachtsgeschenke einkaufen möchten. Wird ein Treuhandservice angeboten und wie sind die Umtauschoptionen? 

4. Kundenservice vorher auf Erreichbarkeit überprüfen:

Wenn vor dem ersten Kauf niemand persönlich unter der Kundenhotline erreichbar ist, ist es wahrscheinlich, auch später keinen verbindlichen Kundenservice erwarten zu können. 

5. Vorsicht bei Seiten, auf denen der Anbieter verschleiert wird:

Wenn nur eine Firma oder Anschrift im Impressum steht, jedoch kein Name beziehungsweise persönlicher Ansprechpartner, ist vom Kauf auf diesen Seiten abzuraten. Sind außerdem auf der Shopseite keine oder nur lückenhafte Aussagen zum Datenschutz zu finden, könnte der Anbieter beabsichtigen, die Daten weiterzugeben.