Zitrusduft

Die Düfte des Frühlings und des Sommers sind in dieser Saison fruchtig. Besonders die duftenden ätherischen Öle der Zitrusfrüchte wirken auf uns harmonisierend, sonnig und frisch. Sie stecken in der Schale und haben eine desinfizierende, abwehrende Wirkung, mit der sie eigentlich die Frucht vor Krankheiten und Insekten schützen soll. Für menschliche Nasen ist der Zitrusduft dagegen sehr anziehend und wir besprühen, cremen oder waschen uns gern mit den Inhaltsstoffen aus frischer Zitrone, sanfter Orange, herber Grapefruit oder lieblicher Mandarine. Mit Zitrus beduftete Räume wirken auf Menschen anregend. Dort steigt die Kommunikations- und Konzentrationsfähigkeit mit dem sonnigen Duft des Südens.  

Die Fruchtsäure der Zitrone ist die konzentrierteste. Sie wirkt leicht zusammenziehend und glättet etwa in einer Spülung die Schuppenschicht der Haare. Das Haar wird im Sommer durch den übermäßigen Einfluss von Sonne, Salz und Chlor schnell struppig. Doch die Schuppenschicht des Haares legt sich rasch wieder nach einer Zitruskur. 

Grapefruit macht jung. Eine Studie zeigte, dass die Trägerin des herben Grapefruitduftes im Durchschnitt viel jünger eingeschätzt wurde als mit einem süßen oder schweren Parfüm. Gerade Lavendel oder Rose sind Dufttrends der Vergangenheit und werden mit einer anderen Generation assoziiert. Einen weiteren Vorteil hat die Grapefruit, wenn man sie tatsächlich als Frucht verspeist: Sie macht schlank. Sie senkt das Insulin im Blut und lässt den Hunger nicht so schnell wiederkommen. 

Die sanft-süße Mandarine weckt Kindheitserinnerungen, beschert ein Gefühl der Geborgenheit und besänftigt Gestresste. Selbst bei den Jüngsten sollen ein paar wenige Tropfen Mandarinenöls Einschlafstörungen lindern und einen erholsamen Schlaf ermöglichen. 

Orangenduft macht gute Laune und vertreibt trübe Gedanken. Er soll – laut Studien eines brasilianischen Forscherteams – sogar zu mehr Mut verhelfen. Orangenöl wirkt antiseptisch und regt die Durchblutung an. Für ein Orangenbad empfiehlt es sich, die ätherischen Öle der Orange mit Honig oder Milch zu verrühren, weil sie sonst auf dem Wasser schwimmen. 

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