Wie viel Eiweiß ist gesund?

Eiweiße, auch als Proteine bekannt, sind die wichtigsten Baustoffe der menschlichen Körperzellen und werden unter anderem für die Bildung von Bindegewebe, Knochen, Muskeln und Haaren benötigt. Empfohlen wird, pro Tag durchschnittlich 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht aufzunehmen. Aber Achtung: Wer zu viel Eiweiß aufnimmt, belastet auf Dauer die Nieren und erhöht das Risiko, an Gicht zu erkranken. Insbesondere Diabetiker und Menschen mit einer Niereninsuffizienz sollten darauf achten.

Warum falsches Abnehmen dick macht

Protein liefert nur wenig Energie. Erst wenn die Kohlenhydrat- und Fettspeicher aufgezehrt sind, setzt der Körper Eiweiß als Energiequelle ein. Mit einer Radikaldiät erzielt man jedoch das Gegenteil: Der Körper holt die benötigte Energie aus köpereigenem Eiweiß, das bedeutet er baut Muskeln ab. Damit sinkt der tägliche Energiebedarf. Wer drei Kilogramm Muskelmasse verliert, senkt seinen Grundumsatz um fast 100 Kilokalorien. Spätestens nach Ende der Diät und der Rückkehr zum früheren Essverhalten stellt sich der ungeliebte Jo-Jo-Effekt ein: Die Nahrung trifft auf einen reduzierten Bedarf, man nimmt noch mehr zu. Wer also eine Reduktionsdiät durchführt, sollte immer ausreichend Proteine, beispielsweise in Form von konzentriertem Molkeneiweiß, zu sich nehmen.

Pflanzliches oder tierisches Eiweiß: Was ist besser?

Eiweißreiche Ernährung hat den Vorteil, dass sie lange satt hält und uns deshalb nicht so schnell wieder ans Essen denken lässt. Pflanzliches Eiweiß liefern vor allem Kartoffeln, Getreide, Soja, Hülsenfrüchte, Mais und Nüsse. Für tierische Eiweißquellen gilt: Fleisch- und Milchprodukte sind aufgrund ihres teilweise hohen Fettgehalts oft kalorienreicher als pflanzliche Produkte. Am gesündesten ist es, auf Produkte der Deutschen liebster Fleischsorte Schwein zu verzichten. Sie liefert für ihren Fettgehalt vergleichsweise wenig Protein.