Werkschau Lemminge

Aufbruch, Weg und Ankunft. Die Zukunft ist unsicher, der Weg zu neuen Ufern ungewiss. Zwischen Verzweiflung, Hoffnung und Mut. Umbrüche, von äußeren und inneren Faktoren abhängig, sind das Thema der neuen Ausstellung des in Edenkoben lebenden Malers Holger Kratz. Er wählte für seine Werkschau (18. Mai bis 
1. Juni 2008 in der Villa Böhm in Neustadt/Weinstraße) den Titel Lemminge.

„Eine Besonderheit der Lemminge liegt in der ständig schwankenden Bestandskurve und den damit verbundenen Wanderungen, den Lemmingzügen, aufgrund wachsenden Populationsdrucks. Hierbei kennen die Lemminge keine Hindernisse und folgen scheinbar blindlings der breiten Masse, stürzen sich Steilküsten hinab, um dann schwimmend neue Lebensräume anzuvisieren.“ Von dieser Definition der Lemminge inspiriert, folgt Holger Kratz dem Motiv der sich in die Tiefe stürzenden Gruppe, deren Zukunft unweigerlich eine Unsichere sein wird. Wenngleich der kollektive Selbstmord der Lemminge eine Legende ist, so stimmt das Bild, das die Frage nach der kollektiven Bewegung aufwirft. Zusammen oder allein, wer gehört dazu, wer ist nur dabei? Gen neue Welten oder ins Verderben?

Nach einer längeren Schaffenspause meldet sich Kratz eindrucksvoll zurück. Seine neuen Werke sind erkennbar aus seiner Hand, doch grober in der Bildsprache, härter, expressiver und teilweise auch aggressiver als in den älteren Werken. Die Farbpalette hat deutlich zugenommen, wenngleich sie nie bunt oder gar farbenfroh wirkt. In seinen Werken „hängen Leben am seidenen Faden und Hoffnungen eröffnen Betroffenen, und auch dem Betrachter, ein breites Deutungsspektrum“, so der Maler. Und dies wird sehr deutlich. Je nach Situation, in der sich der Betrachter selbst gerade befindet, schwankt er in breiten Deutungsspektren seiner eigenen Interpretation. Wenn auch die Bilder von der Gruppe und ihrem unterschiedlichen Umgang mit dem Aufbruch erzählen, so gilt auch immer die Zerrissenheit des Einzelnen. Die Facetten der Emotionen und seelischen Zustände einerseits und deren Wandel zerrissen in Dynamik und Stagnation andererseits ziehen den Betrachter tief in die Werke hinein. Typisch für den Stil Kratz  sind die ausdrucksstarken, jedoch scheinbar gesichtslosen Silhouetten, die die innere Wirklichkeit mit der äußeren Realität verbindet.

Kratz selbst sieht seine Werke als eine beruhigend-beunruhigende Melange, das Verlorene und gleichzeitig Geborgene, dessen Spannungsbogen den Betrachter in das Bildformat eintauchen lässt.

Die Vernissage seines Werkzyklusses Lemminge beginnt am Sonntag, den 18. Mai um 11 Uhr. Die Laudatio hält Gabriele Fischer aus Speyer, für die musikalische Begleitung sorgt Christopher Klimek.

Ausstellung Lemminge
Holger Kratz
Villa Böhm Neustadt / Weinstraße
18. Mai – 1. Juni 2008
Mittwoch bis Freitag 15 bis 19 Uhr
Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr.
www.atelier-holger-kratz.deAufbruch, Weg und Ankunft. Die Zukunft ist unsicher, der Weg zu neuen Ufern ungewiss. Zwischen Verzweiflung, Hoffnung und Mut. Umbrüche, von äußeren und inneren Faktoren abhängig, sind das Thema der neuen Ausstellung des in Edenkoben lebenden Malers Holger Kratz. Er wählte für seine Werkschau (18. Mai bis 
1. Juni 2008 in der Villa Böhm in Neustadt/Weinstraße) den Titel Lemminge.

 

„Eine Besonderheit der Lemminge liegt in der ständig schwankenden Bestandskurve und den damit verbundenen Wanderungen, den Lemmingzügen, aufgrund wachsenden Populationsdrucks. Hierbei kennen die Lemminge keine Hindernisse und folgen scheinbar blindlings der breiten Masse, stürzen sich Steilküsten hinab, um dann schwimmend neue Lebensräume anzuvisieren.“ Von dieser Definition der Lemminge inspiriert, folgt Holger Kratz dem Motiv der sich in die Tiefe stürzenden Gruppe, deren Zukunft unweigerlich eine Unsichere sein wird. Wenngleich der kollektive Selbstmord der Lemminge eine Legende ist, so stimmt das Bild, das die Frage nach der kollektiven Bewegung aufwirft. Zusammen oder allein, wer gehört dazu, wer ist nur dabei? Gen neue Welten oder ins Verderben?

Nach einer längeren Schaffenspause meldet sich Kratz eindrucksvoll zurück. Seine neuen Werke sind erkennbar aus seiner Hand, doch grober in der Bildsprache, härter, expressiver und teilweise auch aggressiver als in den älteren Werken. Die Farbpalette hat deutlich zugenommen, wenngleich sie nie bunt oder gar farbenfroh wirkt. In seinen Werken „hängen Leben am seidenen Faden und Hoffnungen eröffnen Betroffenen, und auch dem Betrachter, ein breites Deutungsspektrum“, so der Maler. Und dies wird sehr deutlich. Je nach Situation, in der sich der Betrachter selbst gerade befindet, schwankt er in breiten Deutungsspektren seiner eigenen Interpretation. Wenn auch die Bilder von der Gruppe und ihrem unterschiedlichen Umgang mit dem Aufbruch erzählen, so gilt auch immer die Zerrissenheit des Einzelnen. Die Facetten der Emotionen und seelischen Zustände einerseits und deren Wandel zerrissen in Dynamik und Stagnation andererseits ziehen den Betrachter tief in die Werke hinein. Typisch für den Stil Kratz  sind die ausdrucksstarken, jedoch scheinbar gesichtslosen Silhouetten, die die innere Wirklichkeit mit der äußeren Realität verbindet.

Kratz selbst sieht seine Werke als eine beruhigend-beunruhigende Melange, das Verlorene und gleichzeitig Geborgene, dessen Spannungsbogen den Betrachter in das Bildformat eintauchen lässt.

Die Vernissage seines Werkzyklusses Lemminge beginnt am Sonntag, den 18. Mai um 11 Uhr. Die Laudatio hält Gabriele Fischer aus Speyer, für die musikalische Begleitung sorgt Christopher Klimek.

Ausstellung Lemminge
Holger Kratz
Villa Böhm Neustadt / Weinstraße
18. Mai – 1. Juni 2008
Mittwoch bis Freitag 15 bis 19 Uhr
Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr.
www.atelier-holger-kratz.de