Vier von zehn Kindern wechseln nach der Grundschule auf ein Gymnasium

Insgesamt 38.124 Kinder wechselten zum Schuljahr 2010/11 in die fünfte Klassenstufe der weiterführenden Schulen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, setzten 38,6 Prozent von ihnen ihre Schullaufbahn an einem Gymnasium fort. Mit diesem, im Vergleich zum Vorjahr noch leicht gestiegenen, Anteil (plus 0,3 Prozentpunkte) ist das Gymnasium auch im Schuljahr 2010/11 wieder die beliebteste Schulart.

Ein mit 29,7 Prozent ebenfalls großer Teil der Schülerinnen und Schüler wechselte zum laufenden Schuljahr auf eine Realschule plus (plus 9,1 Prozentpunkte). Diese im Rahmen der Schulstrukturreform eingeführte Schulart löste bereits zum Jahr 2009/10 die Regionalen Schulen und die Dualen Oberschulen ab und soll bis zum Jahr 2013 auch die zurzeit noch existierenden Haupt- und Realschulen ersetzen. Der schrittweise Wegfall der Haupt- und Realschulen zeigt sich deutlich beim Übergangsverhalten der Grundschulabsolventinnen und -absolventen. So wechselten zum Schuljahr 2010/11 nur noch 4,6 Prozent der Grundschülerinnen und -schüler in die fünfte Klasse einer Realschule (minus zehn Prozentpunkte) und lediglich zwei Prozent in die einer Hauptschule (minus 4,6 Prozentpunkte).

Deutliche Zuwächse waren erneut bei den Integrierten Gesamtschulen zu verzeichnen, die von 35 Einrichtungen im Schuljahr 2009/10 auf mittlerweile 52 angewachsen sind. Sie nahmen 15,7 Prozent der Grundschulabsolventinnen und -absolventen auf (plus 5,1 Prozentpunkte). Nahezu unverändert blieben die Anteile der Grundschülerinnen und -schüler, die in die schulartübergreifende Orientierungsstufe (8,9 Prozent) oder auf Freie Waldorfschulen und Förderschulen (zusammen rund 0,6 Prozent) wechselten.