Spitzencluster für Organische Elektronik

Der Spitzencluster Forum Organic Electronics weihte Anfang Februar seine weltweit einzigartige Forschungsplattform bei der InnovationLab GmbH in Heidelberg offiziell ein. Beim feierlichen Eröffnungsakt vor über 50 Gästen haben Professor Dr. Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Dr. Bernhard Rami, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), und Dr. Harald Schwager, Vorstandsvorsitzender des ZMRN e.V. und Mitglied des Vorstands der BASF SE, die High-Tech-Labore symbolisch ihrer Bestimmung übergeben.

Kernstück der Forschungsplattform mit rund 2.900 Quadratmeter Büro- und Laborflächen ist ein 650 Quadratmeter großes Reinraumlabor, das in nur zwei Jahren nach neuesten technischen Standards geplant und errichtet wurde. In den Räumlichkeiten arbeiten über 50 Forscher der Partner des Spitzenclusters gemeinsam an neuartigen, energiesparenden Beleuchtungssystemen, hocheffizienten Solarzellenfolien und der gedruckten Elektronik unter Anleitung national und international bekannter Experten. Namhafte Forscher des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung, der TU Braunschweig, der TU Darmstadt, der Universität Heidelberg und des Karlsruher Institut für Technologie realisierten den Aufbau von Nachwuchsgruppen mit Jungwissenschaftlern.

Die Gesamtinvestitionen in den gemeinsamen Forschungsbereich des Clusters betragen mehr als 15 Millionen Euro aus Bundes-, Landes- und Privatmitteln. Dabei ermöglicht das Engagement der Unternehmen BASF SE, Merck KGaA und Heidelberger Druckmaschinen AG diese neue Art einer Public Private Partnership. Im Rahmen des Spitzencluster-Wettbewerbs des BMBF erhält der Spitzencluster zur Umsetzung seiner Clusterstrategie insgesamt bis zu 40 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Das Land fördert den Spitzencluster Forum Organic Electronics mit fünf Millionen Euro. Die Jury des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hatte bereits am 12. Januar 2011 im Rahmen ihrer Zwischenbewertung die Fortsetzung der Förderung aller fünf Spitzencluster der ersten Runde empfohlen.

Mit dem Erreichen der zweiten Förderphase verfügt die Metropolregion Rhein-Neckar nun über eines der weltweit anerkanntesten Zentren zur Erforschung, Entwicklung und Kommerzialisierung der Zukunftstechnologie Organische Elektronik.