Solitud

Matias zieht mit seiner jungen Frau Mila in die Abgeschiedenheit der Berge. Dort bewirtschaften sie die Einsiedelei. Mila leidet unter der Einsamkeit, die durch die Entfremdung zu ihrem Ehemann verstärkt wird. Matias ist ein Taugenichts, der den Tag weniger mit Arbeit als mit Müßiggang, Bettelei und später mit seiner Spielsucht verbringt. Während die schöne Mila sich mit dem Schäfer und Geschichtenerzähler Gaietà anfreundet, lässt sich Matias sich mit dem Wilderer Anima ein, was zur Katastrophe führt. Solitud zeigt die Wandlung der jungen Bäuerin zu einer erwachsenen Frau. Mila schwankt zwischen Depression und Glück bis hin zur Verzweiflung und Bitterkeit. Erst nach der Katastrophe, vor der Gaietà immer wieder warnte, beschließt die junge Frau ihren eigenen Weg ins Ungewisse zu gehen.

Ein Klassiker der katalanischen Literatur erschien 2005 erstmals in deutscher Sprache: Solitud von Catarina Albert i Paradís - berühmt geworden unter dem Namen Víctor Catalá, weil sie nur unter männlichem Pseudonym veröffentlichen durfte. Solitud erschien zwischen 1904 und 1905 als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift Joventut und markiert den Beginn der modernen katalanischen Literatur. Unter dem Regime Francos war das Werk vierzig Jahre lang verboten. Auch mehr als ein Jahrhundert Jahre nach Erscheinen kann der Leser sich der Kraft und Intensität der Geschichte als moderner Klassiker nicht entziehen.

Solitud
Victor Català
Verlag Schirmer Graf
ISBN 978-3-86555-042-2