Kreuzfeuer

Tom Forsyth kämpfte in Afghanistan als britischer Soldat, bis er bei einem Sprengstoffangriff der Taliban seinen rechten Fuß verlor. Nach längerem Krankenhausaufenthalt und mit einer Prothese versehen, muss er feststellen, dass die Armee, die ihm bislang Familie, Frau und Freunde ersetzte, nun keine Verwendung mehr für ihn hat. Mangels Alternativen kehrt er zurück zu seiner Mutter, einer angesehenen Rennstallbesitzerin. Der Empfang fällt erwartungsgemäß sehr kühl aus. Trotzdem bemerkt er eine ungewohnte Unsicherheit im Verhalten seiner herrischen Mutter. Mit der Sensibilität eines Soldaten für feindliches Gebiet verschafft er sich Gewissheit und deckt so ein Minenfeld des Pferdesports auf. Seine Mutter wird erpresst, hat sie doch jahrelang am Finanzamt vorbei gewirtschaftet. Skrupellose Betrüger, die allesamt der guten englischen Gesellschaft des Pferdesports angehören, bringen gutgläubige, aber naive Pferdebesitzer, Trainer und Rennstahlbesitzer um ihr Vermögen. Mit dem genauen Blick und spitzer Analyse der englischen Szene setzt der ehemalige Soldat seine eigene Situation, seine Vergangenheit und Erfahrungen und das korrupte Verhalten der gut Situierten in ein kritisches Verhältnis. Ein schneller, nicht oberflächlicher und spannungsreicher Krimi, der sich nahtlos in die Güte der Dick Francis Bücher einreiht
Kreuzfeuer ist der letzte Roman von Dick Francis, den er gemeinsam mit seinem Sohn Felix schrieb, bevor er 2010 im Alter von 89 Jahren verstarb. Er arbeitete selbst als Jockey, bis er durch einen mysteriösen Unfall den aktiven Pferdesport verlassen musste. Als Kenner der Szene schrieb er zahlreiche Krimis aus dem Milieu des Reitsports und schaffte es, auch Laien einen detaillierten und vor allem interessanten Einblick in die Welt des professionellen Rennsports zu gewähren. 
Kreuzfeuer
Dick & Felix Francis
Diogenes
ISBN 978-3257068122