Kleine Wachmacher

Der Winter ist endgültig vorbei, der Frühling kommt, doch die Trägheit verschwindet trotzdem nicht? Dann ist sie da, die berühmte Frühjahrsmüdigkeit. Das wechselhafte Wetter macht dem Körper zu schaffen, er ist schwach und antriebslos. Von allen Seiten gibt es Tipps und Tricks, wie die Müdigkeit verschwinden soll. Doch welche Mittel helfen wirklich, um diesem tristen Zustand zu entfliehen?

Zu Beginn des Frühlings werden die Tage länger und nicht nur die Natur stellt sich auf die neue Jahreszeit ein. Auch der menschliche Körper reagiert darauf und verändert seine Hormonausschüttung. Doch Endorphin, Testosteron und Östrogen belasten ihn in dieser Umstellungsphase, weshalb er möglichst viele Vitamine und Proteine benötigt.
Frühlingsgemüse gibt dem Körper, was er braucht, passend zur Jahreszeit. Denn in den frühen Sorten ist der Gehalt von Vitaminen und Mineralstoffen höher als in der späteren Saison. Zusätzlich besticht Frühlingsgemüse durch eine zarte Beschaffenheit und aromatischen Geschmack.

Typische Frühlingsgemüsesorten sind beispielsweise Frühlingszwiebeln oder Frühkartoffeln. Aber auch Mangold, der ab Anfang Mai geerntet wird, enthält Vitamin A, K und E sowie Natrium, Kalium und insbesondere Magnesium in hoher Konzentration, was bei Stress beruhigend wirkt. Ein anderer Frühstarter ist Spinat. Er kann als zarter Frühlingsspinat, im Gegensatz zu den späteren, kräftigeren Sorten, auch als Salat zubereitet werden. Er enthält viel durchblutungsförderndes Eiweiß. Im Frühjahr sind die Radieschen besonders mild und randvoll mit Vitamin C, Kalium und Eisen. Je kleiner, desto feiner gilt auch für die Zucchini, die im besten Fall zehn bis 15 Zentimeter groß sein sollte, um den perfekten Geschmack zu entfalten. Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Zink machen dieses Gemüse wertvoll für den Körper. Frühe Karotten, oder auch Möhrchen genannt, zeichnen sich durch ihren zarten, süßen Geschmack aus. Das enthaltene Betakarotin wandelt der Körper in Vitamin A um und verbessert so seine Sehleistung. Ab Mitte Mai wird Kohlrabi geerntet. In diesem frühen Stadium schmeckt er vor allem roh sehr gut und strotzt vor Vitamin C.
Rhabarber, Mairübe oder Blumenkohl, aber auch Spargel, Lauch und Sellerie zählen ebenfalls zu den Frühjahrssorten.

Beim Kauf des Frühlingsgemüses aus der Region entfallen die langen Transportwege. Das ist gut für den Vitamingehalt sowie die Ökobilanz. Das Gemüse wird idealerweise nach einer kurzen Lagerzeit schonend zubereitet, zum Beispiel gratiniert oder kurz gedünstet.
Für das Auge besonders reizvoll ist ein knackiger Salat aus zahlreichen bunten Gemüsearten, frisch mit einem Schnitt- oder Bärlauchdressing beträufelt und mit Kresse oder Sprossen angerichtet. Dieser leckere Salat macht durch seine Ballaststoffe rasch satt und enthält kein Fett.