Integrationskonzept für Landau vorgestellt

... denn eine Stadt wird nur durch ihre Vielfalt schön.

Sprachförderung für Kinder, interkulturelle Fortbildung von Verwaltungsbediensteten, die Errichtung eines Kunstwerks, das die interkulturelle Vielfalt der Stadt symbolisiert, ein Interkultureller Garten auf dem Gelände der Landesgartenschau Landau 2014.  Diese und viele weitere Ideen für ein gutes interkulturelles Miteinander wurden in einem Integrationskonzept für die Stadt Landau in der Pfalz zusammengestellt.

Bürgermeister Thomas Hirsch und der Vorsitzende des Beirats für Migration und Integration, Aydin Tas, haben es Ende November im Landauer Rathaus vorgestellt. Bei dem fast dreißig Seiten umfassenden Werk handele es sich nicht um ein Rezept aus der Konserve, sondern um ein speziell für Landau entwickeltes Konzept, das von rund fünfzig ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern über viele Monate erstellt wurde. Koordiniert und begleitet wurde der Entstehungsprozess von Sozialamtsleiter Hans-Joachim Malo und der städtischen Integrationsbeauftragten Elena Schwahn, die das neue Konzept mit vorstellten. Grundlage des Konzeptes ist ein offener Prozess, der unter der Moderation der Bertelmanns Stiftung in den zurückliegenden Monaten mit zahlreichen Akteuren der kommunalen Integrationsarbeit durchgeführt wurde.

Ein bunter Ideenaustausch für Landau
Mehr als fünfzig Beteiligte haben nach einem Auftakt-Workshop über Monate hinweg in fünf Arbeitsgruppen mit den Handlungsfeldern Bildung, Sprache, Interkulturelle Öffnung der Verwaltung, Atmosphäre und Arbeit in über dreißig Sitzungsterminen Ideen und Handlungsempfehlungen zusammengetragen, die sich an dem zentralen Leitbild orientieren und die zukünftig zur Verbesserung der Integrationsarbeit umgesetzt werden sollen. Hirsch dankte allen, die sich in dieses Projekt eingebracht hatten, machte aber zugleich gemeinsam mit Tas deutlich, dass man noch lange nicht am Ziel sei. Das Konzept sei nicht abschließend, sondern müsse ständig fortentwickelt werden. Es gehe darum, einen Prozess anzulegen, der Änderungen nicht nur vertrage, sondern sie gerade zu erforderlich mache. Um diese Entwicklung künftig zu dokumentieren, soll ein geeignetes Kennzahlenset entwickelt werden. In regelmäßig stattfindenden Integrationskonferenzen sollen die Beteiligten auf dieser Grundlage jeweils eine gemeinsame Bilanz über die bisher erreichten Ziele ziehen und so gleichzeitig die Weiterentwicklung der Integrationsarbeit gestalten. Wichtig sei, sagten Hirsch und Tas, dass dabei nicht nur auf städtische Aktivitäten geblickt werde, sondern auch das aktive Engagement der Bürgerschaft Eingang finde.

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