Gebildetes Rheinland-Pfalzv

An den rheinland-pfälzischen Hochschulen studieren so viele Menschen wie noch nie, und auch die Zahl der Studienanfänger hat einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems nach vorläufigen Berechnungen mitteilt, waren zu Beginn des laufenden Wintersemesters 2009/10 insgesamt 110.079 Studierende eingeschrieben. Das waren 2.963 mehr als im Vorjahr (plus 2,8 Prozent). Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger ist gegenüber dem vorigen Wintersemester um 9,4 Prozent auf 15.910 gestiegen.

Die absolut höchsten Zuwächse bei den Studierenden verzeichneten die Universität Koblenz-Landau (plus 1.033) und die Technische Universität Kaiserslautern (plus 810). Unter den Fachhochschulen erreichte die FH Koblenz (plus 351) vor der FH Ludwigshafen (plus 249) die größte Zunahme. An fünf Einrichtungen lag die Zahl der Immatrikulierten - gegen den Trend - niedriger als im vergangenen Wintersemester. Die größten Rückgänge verzeichneten die Fachhochschule Worms (minus 67) und die Fachhochschule Mainz (minus 51).

Fast ein Drittel der angehenden Akademikerinnen und Akademiker belegen Studiengänge im Bereich der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (31,7 Prozent). Gut ein Viertel der Studierenden wird in sprach- und kulturwissenschaftlichen Fächern ausgebildet (25,1 Prozent). Auf den Bereich Mathematik, Naturwissenschaften entfallen 19,2 Prozent, auf die Ingenieurwissenschaften 14,3 Prozent und auf die Fächergruppe
Humanmedizin/Gesundheitswissenschaf-ten 4,7 Prozent der Hörerschaft. In den übrigen Fächergruppen sind fünf Prozent der Studierenden eingeschrieben.

Auch in den nächsten Jahren ist mit deutlich steigenden Studierendenzahlen zu rechnen. Gründe hierfür sind unter anderem die relativ geburtenstarken Jahrgänge der 90er-Jahre und der wachsende Anteil von Abiturienten. Im Rahmen des Hochschulpaktes 2020 haben sich Bund und Länder daher darauf verständigt, die Ausbildungskapazitäten der Hochschulen spürbar zu erhöhen.

Auf dieser Grundlage verpflichtete sich Rheinland-Pfalz, von 2007 bis 2010 insgesamt rund 5.800 Studienanfängerinnen und -anfänger im ersten Hochschulsemester mehr aufzunehmen als im Studienjahr 2005 (Sommersemester 2005 und Wintersemes-ter 2006). Hierfür stellen das Land und der Bund bis zum Jahr 2010 jeweils 28 Millionen Euro zur Verfügung.

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