Bestockte Rebfläche leicht rückläufig - Deutliche Veränderungen im Rebsortenspiegel

Die bestockte Rebfläche in Rheinland-Pfalz nimmt weiter ab. Mit 63.886 Hektar war die Fläche im Jahr 2010 um 0,2 Prozent kleiner als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, blieb das Verhältnis von den weißen zu den roten Rebsorten mit Anteilswerten von 69 und 31 Prozent nahezu unverändert. Im längerfristigen Vergleich zeigen sich jedoch deutliche Veränderungen im Rebsortenspiegel.

Im Vergleich zum Jahr 2000 ging die bestockte Rebfläche um 2.772 Hektar zurück (minus 4,2 Prozent). Der größte Teil dieser Abnahme betraf das Anbaugebiet Mosel (minus 2.388 Hektar, minus 21,4 Prozent).

Im gleichen Zeitraum erfreute sich Rotwein immer größerer Beliebtheit. Sein Anteil an der bestockten Rebfläche stieg von 19 Prozent im Jahr 2000 auf aktuell 31 Prozent. Den größten Flächenzuwachs verzeichnete der Dornfelder mit 3.352 Hektar auf 7.301 Hektar. Es folgen der Ruländer (2.606 Hektar, plus 1.496 Hektar) und der Regent (1.570 Hektar; plus 1.293 Hektar). Der Anbauumfang des Rieslings, der mit Abstand wichtigste Weißweinrebsorte, stieg um 1.050 auf 16.262 Hektar. Rieslingreben wachsen damit auf jeden vierten Hektar.

Die größten Flächenverluste verzeichneten Müller-Thurgau und Kerner. Beim Müller-Thurgau verringerte sich der Anbauumfang gegenüber dem Jahr 2000 um fast ein Drittel auf nur noch 8.457 Hektar (minus 4.138 Hektar). Die mit Kerner bestockte Rebfläche nahm um 2.579 Hektar oder 48 Prozent auf 2.756 Hektar ab.

Landau vor Neustadt und Worms

Auf Gemeindeebene verfügte Landau in der Pfalz mit 2.051 Hektar über die größte bestockte Rebfläche. Landau ist damit zugleich die größte Weinbaugemeinde Deutschlands vor Neustadt an der Weinstraße (2.023 Hektar). Mit deutlichem Abstand folgt die Stadt Worms (1.541 Hektar) auf dem dritten Platz.