Apropos

Die diskussionsgewaltigen Bemühungen der Deutschen Parteien zum Umbruch der Gesellschaft und damit Hinleiten in eine bessere Zukunft nehmen kein Ende. Gerade in Zeiten des konzentrierten Wahlkampfes gilt es einige Gedankenmodelle neu zu definieren. So konnte nun endlich eine Einigung zur Erhöhung des Hartz IV Satzes getroffen werden. Der Kompromiss greift tief in die öffentliche Kasse und bringt nicht wirklich viel. Wahrscheinlich hatten die Bundesverfassungsrichter auch anderes im Kopf als diese geplante stufenweise Anpassung.

Immer noch ist die Kinderbetreuung ein allgegenwärtiges Thema. Sie hat zum Ziel, die Deutschen wieder dazu anzuregen, Kinder zu produzieren. Schließlich müssen sie sich ja nicht darum kümmern. Denn die Kinderbetreuung wird outgesourct. Die lieben Kleinen werden von der Geburtsstation weg sofort praktisch verpackt, luftdicht und geruchsneutral in geschulte Hände übergeben, die sich professionell der Pädagogik der ersten wie auch aller folgenden Jahre annehmen. Es war ja auch in der Tat verantwortungslos, den Nachwuchs amateurhaften Quereinsteigern namens Eltern zu überlassen. Was dabei raus kam, wissen wir ja. Die Kinder besuchen nun die Ganztagsschule, essen mittags wohl balanciertes Bioessen, das fast nichts kosten darf, werden bei ihren Nachmittagsaktivitäten beaufsichtigt und treiben unter Anleitung und manchmal auch ausgesprochenem Drill Sport, machen Musik oder engagieren sich ehrenamtlich. Abends werden sie den Fremden übergeben, die sie mit Mama oder Papa ansprechen sollen und entwickeln Freundschaften via Facebook, icq oder SchülerVZ. Das Outsourcing ist eine für alle Beteiligte angenehme Lösung, da sich Eltern selbst verwirklichen können, als Fachkräfte dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen, sämtliche Freizeitdienstleistern in Lohn und Brot setzen und die Wirtschaft ankurbeln.

Und so klappt es auch mit der Frauenquote.