Neues aus der Willkomm

 

Neues aus der Willkomm

Mitgliedertreffen Willkomm e.V.

Am 23. Juni 2009

im Ratssaal der Stadt Neustadt an der Weinstraße 

Zum turnusmäßigen Mitgliedertreffen lud die Willkomm am 23. Juni 2009 in den Ratssaal der Stadt Neustadt an der Weinstraße. Gäste der Willkomm e.V. waren an diesem Abend Kurt Ertel, Landesbetrieb Mobilität Speyer, und Norbert Lindemann, Lehrer am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium (KRG) und involviert im Arbeitskreis Schule und Wirtschaft. Die Sitzung wurde von der Vorsitzenden Heidi Wohs-Herbig und Markus Schmitt, zweiter Vorsitzender der Willkomm e.V., geführt und stand unter der Moderation von Dr. Karl J. Eggers. 

Aktuell zählt die Willkomm nun 121 Mitglieder. Das jüngste Mitglied ist das Neustadter Ärztenetz. 

Die Situation um den Neustadter Hertie-Standort ist immer noch nicht völlig geklärt. Der Ausverkauf hat mit der Reduzierungsphase begonnen. Am 16. Juni 2009 fand der bundesweite Hertie Aktionstag auch in Neustadt statt. Im Namen der Willkomm sprach Vorstandsmitglied Ira Schreck. Der Film zum Aktionstag Hertie mit den Reden von OB Löffler, MDL Brigitte Hayn, Staatssekretär Christoph Habermann und Ira Schreck finden Sie unter www.chili-dasmagazin.de unter der Rubrik Chili-TV.

Dr. Eggers mahnte, dass auch bei einer tatsächlichen Schließung von Hertie die Neustadter Innenstadt nicht sterbe, weil die Attraktivität Neustadts durch viele kleine Magnete gesetzt werde und nicht durch einen einzigen Riesen. Er legte den Einzelhändlern nahe, ihr Angebot an die Kunden bei einem Wegfall des Hertie Sortiments zu überdenken und eventuell anzupassen. 

Die kürzlich stattgefundene Bücherrallye war so erfolgreich, dass im kommenden Jahr eine Fortsetzung am 24. April 2010 geplant ist. 

Am 19. September 2009 soll der zweite Gesundheitstag stattfinden. Jedoch ist die Programmgestaltung noch offen und wird durch die nun einkommenden Teilnahmebestätigungen der Interessierten mit den jeweiligen Einzelkonzepten erst möglich. Dr. Eggers appellierte an alle, möglichst kurzfristig die Konzepte auf üblichem Wege einzureichen (WEG – Anita Strecker). Interessant wird der zweite Gesundheitstag durch den angekündigten Besuch der Berliner Staatssekretärin, die durch das Schulfruchtprogramm angelockt wurde, für das Neustadt als Pilotstadt dient. Lindemann bestätigte die gute Annahme des Programms von den Schülern des KRG. 

Zurzeit fehlen noch zwei Teilnehmer für die Zertifizierung zur 1a-Einkaufsstadt. Das Procedere bedurfte einer Änderung und basiert nun nicht mehr auf einer Selbstauskunft sondern auf einer Kundenbefragung. 

Stefan Knecht, Manager des Neustadter Panorama Hotels, berichtete zum Trend der Shopping Weekend Reisen. Diese stehen hoch im Kurs und seien durchaus mit Wellness Kurzurlauben zu vergleichen. Da habe Neustadt etwas zu bieten und könne sich gegen Mannheim, was in der Publikumsgunst deutlich gefallen sei, etwas entgegen setzen. In Zusammenarbeit mit der TKS sollten entsprechende Angebote formuliert werden. 

Schatzmeister Andreas Mai berichtete über die Anpassung der Beitragsordnung, die der Mitgliederinfo angehängt ist. Jochen Stahler verwies darauf, dass auch nach der Erhöhung die Willkomm Beiträge im Nachbarschaftsvergleich deutlich geringer seien. Gar nicht mitgerechnet sei die Leistung und finanziellen Mittel, die seitens der WEG für die Willkomm und den Einzelhandel aufgebracht würden. Diese würde in anderen Städten durch den Einzelhandel selbst gestemmt werden müssen. „Mit der WEG hat die Willkomm einen starken Partner“, so Stahler. 

Kurt Ertel gab in einem kurzen Vortrag einen Überblick über die Aufgaben und die Struktur des Landesbetrieb Mobiliät. Die regionale Dienststelle sei für Neustadt zuständig und unterhalte in der Nähe des ADAC einen eigenen Standort. Er wisse um die Diskussion um Straßenbaumaßnahmen. „Man kann sich nur die Haare waschen lassen, wenn man Wasser und Seife verwendet“, sagte er. Die Nachfrage und Forderung nach einer modernen Infrastruktur, an die viele Wünsche gestellt würden, sei immer da. Diese müssten jedoch durch Baumaßnahmen erreicht werden.

Grundvoraussetzung für die Wirtschaft sei eine gute Erreichbarkeit und infrastrukturelle Grundlagen. Doch dürfe man dies laut Ertel auch nicht überbewerten. Denn perfekte Erreichbarkeit macht noch kein Geschäft. Es gebe auch Städte, die prima zu erreichen seien, doch dann dem Kunden nichts zu bieten hätten. Das sei in Neustadt anders und die Attraktivität sei hinlänglich bekannt. Ertel bot an, die Mitfahrerparkplätze an den verkaufsoffenen Sonntagen als zusätzlichen Parkraum den Kunden anzubieten. 

Norbert Lindemann stellte in kurzen Worten den Arbeitskreis Schule und Wirtschaft vor. Auf der Basis, dass sowohl ein Viertel der Auszubildenden als auch ebenso viele Studenten den jeweils eingeschlagenen Ausbildungsgang abbrechen würden – nicht wechseln, sondern beenden – sei es notwendig, die Berufsvorbereitung und -orientierung während der Schulzeit zu intensivieren. Dabei sei eine authentische Berufsvorstellung wie zum Beispiel durch den Boss-Tag nützlich. Weitere Kontakte durch die Willkomm sind gewünscht und Lindemann sprach die Möglichkeit der Bearbeitung von Projekten in Facharbeiten an. So zum Beispiel die Auswertung von Kundenbefragung während Aktionstagen. 

Für die Konzipierung des Angebots der Unternehmer Workshops bittet Dr. Eggers um Rückmeldung, was die Unternehmer an Themenbedarf sehen. Bitte kurze E-Mail an Dr. Eggers (dr.eggers-mbe@t-online.de). 

Die Jahreshauptversammlung der Willkomm findet am 19. Oktober 2009 statt.

Ira Schreck